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Wanderung zum Lenz

Von Malchow bis Malchow

Start an der Drehbrücke. Die Geschichte dieser Brücke ist eng mit dem Bau des Erddammes auf der anderen Seite der Insel verbunden. Mit dessen Bau war es notwendig geworden, einen schmalen Graben so zu verbreitern, dass Schifffahrt und Flößerei weiter betrieben werden konnten. Als erstes Bauwerk gab es eine Zug/Hubbrücke, die 1863/64 durch eine hölzerne Drehbrücke abgelöst wurde. 1911 errichtete man eine Eisendrehbrücke, die bei Bedarf mittels Handkurbel bewegt werden konnte. Die Eisenbrücke fiel 1945 einer Sprengung zum Opfer. Ein Eisenkahn mit entsprechenden Aufbauten stellte provisorisch die Verbindung zwischen Insel und Festland her, bis 1949 eine neue Brücke mit 70 Tonnen Tragfähigkeit errichtet wurde. Sie litt aber während ihres gesamten Bestehens unter den Beschädigungen des Fundamentes durch die Sprengung. Aus Geldmangel konnte keine Generalinstandsetzung vorgenommen werden, so dass die Brücke ab 1980 nicht mehr gedreht wurde. Die gesamte Berufs- und Sportschifffahrt auf den Großen Seen endete deshalb auf beiden Seiten der Brücke.

mehr weniger

In den Jahren 1987/88 ergab sich dann die Möglichkeit einer „planmäßigen“ Reparatur, die sich schließlich zu einer Generalinstandsetzung ausweitete. Seitdem öffnete sie sich bis 2012 zu jeder vollen Stunde, um den auf der Müritz-Elde-Wasserstraße fahrenden Schiffen die Durchfahrt zu erlauben. Die Anfang 2012 durchgeführten Baugutachten ergaben, dass die Drehbrücke in Malchow dringend zu erneuern war. Es wurde eine völlig neue Pylonen-Dreh-Brücke konstruiert und innerhalb eines Jahres fertiggestellt. 2013 wurde die neue Brücke in Betrieb genommen, 2014 erhielt sie den Publikumspreis und eine Belobigung zum Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern. Als einziges Wasserbauwerk in Mecklenburg-Vorpommern wird die Drehbrücke von einer Kommune betrieben und unterhalten. Die Drehbrücke ist außerdem ein eingetragenes technisches Denkmal. Heute dreht die Brücke wieder und ist eine Attraktion für die Urlauber, die gern den zahlreichen Freizeitkapitänen zuwinken.

Wir folgen der Straße bis zur Klosteranlage und setzen unseren Weg am Ufer entlang durch den Klosterpark fort bis wir auf die B192 stoßen. Wir halten uns rechts und gelangen an der Fischerei vorbei zum ehemaligen Ziegeleigelände. Hier wurden von 17. Jahrhundert bis 1975 Ziegel gebrannt. Anschließend gelangen wir auf den Wald- und Uferweg zum Recken. Dieser natürliche „Kanal“ stellt die Verbindung zwischen Malchower See und Petersdorfer See her. Er ist ein Teil der Müritz-Elde-Wasserstraße, denn die aus der Müritz zur Elbe fließende Elde verbindet die Mecklenburgischen Oberseen Müritz (117 km2), Kölpinsee (21 km2), Fleesensee (11 km2), Malchower See (2 km2), Petersdorfer See (1km2) und Plauer See (39 km2). Sie ist mit 220 km der längste Fluss Mecklenburgs.

Kurz vor Petersdorf unterqueren wir die Autobahnbrücke, die den Petersdorfer See in einer Länge von 194 m überspannt. Der Bau dieser Brücke war mit großen Schwierigkeiten verbunden, die in der geologischen Struktur des Untergrundes zu suchen sind. Durch die Eiszeit geformt, finden sich noch in 30 m Tiefe Torfschichten. Wir gelangen nach Petersdorf. Der Ortsname soll der Legende nach vom ersten Sohn des Gutsbesitzers herrühren, dem der Vater den Ort vermachte. Seinem zweiten Sohn, Adam, blieb nur die Hoffnung auf eine Siedlung in der Nähe, heute Adamshoffnung. Der Wanderweg führt am Ufer entlang und erreicht bald eine etwas sumpfige Stelle bis man über eine Koppel die asphaltierte Straße Petersdorf – Lenz erreicht. Bis zum Ortsteil Lenz ist es nicht mehr weit. Am Ufer des Plauer Sees angekommen erreicht man mit wenigen Schritten nach links einen der reizvollsten Aussichtspunkte der Umgebung, die Lenzer Höh. Hier vom Steilufer hat man einen schönen Blick über den See nach Plau und zur Halbinsel Werder bei Alt Schwerin.

Auf der Straße am Ufer entlang gelangen wir zur Lenzer Brücke. Auch hier bietet sich wieder ein lohnender Blick über die Weite des Wassers. In der Nähe der Brücke befindet sich die Schiffsanlegestelle, von der aus man zurück nach Malchow fahren oder aber nach Plau übersetzen kann. Auf den Schiffen werden auch Fahrräder transportiert. Unmittelbar hinter der Gaststätte nehmen wir den Weg am Wasser zurück nach Malchow und erreichen nach kurzer Zeit den Ortsteil Biestorf (ehem. Bischofsdorf). An Petersdorfer See und Recken entlangwandernd sehen wir links auf der Anhöhe die Häuser des Ortsteiles Sandfeldsiedlung, voraus grüßt der Turm der Klosterkirche. Der Wanderweg mündet dann – an Bootshäusern vorbeiführend – in die Mühlenstraße.

 

 

Streckeninfo / Karte / Höhenprofil

LÄNGE
16,3 km
AUFSTIEG
104 m
ABSTIEG
103 m
SCHWIERIGKEIT
mittel
ZEIT
4:23 h
DOWNLOAD
GPX

 

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Unterkünfte in der Umgebung

 

Koordinaten / Wegzeichen / Wetter

StartStartkoordinaten
53° 28` 27" Nord | 12° 25` 38" Ost

ZielZielkoordinaten
53° 28` 27" Nord | 12° 25` 38" Ost

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