Wandern in Marienberg

Marienberg

Stadtporträt der Bergstadt Marienberg

521 beginnt nach reichen Silberfunden im Herzen des Erzgebirges die Geschichte Marienbergs. In Europa überwindet zu dieser Zeit die Renaissance die Schranken eines düsteren Mittelalters und öffnet den Weg zu einem dem Leben hingewandten Gefühl, erfüllt mit einer natürlichen Sinnlichkeit. Eine Stadtgründung zu der Zeit, in der eine neue Kulturepoche eingeleitet wird, in der ein neues Menschenbild zum Entstehen kommt - eine Chance und Verantwortung für Marienberg. Die regelmäßige und denkmalgeschützte Stadtanlage gilt als einzige erhaltene Idealstadt der italienischen Renaissance nördlich der Alpen.

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Der quadratische Markplatz zählt mit einer Fläche von 1,77 ha zu einem der größten Deutschlands und wurde von 2009 – 2010 umfassend saniert. Viele erhaltene Denkmale und Portale zeugen bei einem Rundgang durch die Stadt noch heute von den Anfängen der Renaissance im Erzgebirge. Zwei besondere Zeitzeugen der bergbauhistorischen Vergangenheit Marienbergs konnten zu Beginn des 21. Jh. ihre ganz eigene Renaissance erleben. Mit der Wiedererrichtung des Besucherbergwerkes „Pferdegöpel auf dem Rudolphschacht in Lauta“, einer von Pferden angetriebenen Förderanlage aus dem 19. Jh. wurde ein über- und untertägiges Bergbauensemble im Jahr 2006 für Schauvorführungen erneut in Betrieb genommen.

Das geschichtsträchtige Bergmagazin, errichtet in den Jahren 1806 – 1809 aufgrund der verheerenden Hungersnöte von 1770 bis 1772, ist der letzte erhaltene Getreidespeicher aus der Bergbauzeit im Erzgebirge. Nach umfassender Rekonstruktion beherbergt es seit 2006 das zweisprachige „Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge“. Bis heute fasziniert der viergeschossige Bruchsteinbau im Inneren durch eine gewaltige, sämtliche Stockwerke durchziehende Holzbalkenkonstruktion. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft im „Marienberger Ländchen“ verbirgt nicht nur viele Zeugen der einst so regen Bergbautätigkeit, sondern eröffnet dem Naturliebhaber herrliche Panoramablicke von den Höhen des Erzgebirges sowie einmalige Naturerlebnisse.

In den ländlich geprägten Ortsteilen der Bergstadt Marienberg sind die barocken Dorfkirchen in Kühnhaide, Rübenau, Satzung, die Wehrkirche in Lauterbach und die Burgruine in Niederlauterstein lohnenswerte Ziele. Die Moorgebiete in Kühnhaide oder auch die artenreichen Bergwiesen in Rübenau laden zu lehrreichen Erkundungen ein. Im Ortsteil Satzung befindet sich der Hirtstein, der mit 891 m über NN die höchste Erhebung der Stadt Marienberg und zugleich der mittleren Erzgebirgsregion ist. Für Ausflügler ist der Hirtstein ein beliebtes Ziel, nicht nur wegen des herrlichen Rundblickes auf das Erzgebirgspanorama, sondern vor allem auch wegen des beeindruckenden Naturdenkmals eines Basaltfächers, ausgezeichnet als Nationaler Geotop.

 

Tourist-Information Marienberg
Markt 1
09496 Marienberg
Telefon +49 (0) 3735 / 602270
Telefax +49 (0) 3735 / 602271

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www.marienberg.de

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