27. Jul 2018

Risiken und Gefahren beim Wandern

 

Wandern hört sich im ersten Augenblick doch recht einfach und eher gemütlich an, wenn man es mit anderen Outdoor-Sportarten vergleicht. Viele denken dabei noch an die Eltern oder Großeltern, die man als Kind und Jugendlicher beim Wandern begleiten musste und dies dann meist als langweilig, alt-backend und bieder in Erinnerung hat. Allerdings befindet sich diese Vorstellung im Wandel. Wandern ist sogar stark im Trend und das in den unterschiedlichsten Regionen und Gegenden. Beeindruckende Möglichkeiten gibt es hier in Deutschland und natürlich in vielen anderen Ländern. Ob geführte Touren oder natürlich auch auf eigene Faust, für jeden Geschmack und für jedes Können ist etwas zu finden.

Aber gerade, weil das Wandern auch bei jungen Menschen immer angesagter ist und man es an den verschiedensten Orten tun kann, steigen sogar bei dieser Sport-/Bewegungsart die Risiken und Gefahren. Denn gerade, weil das Wandern fälschlicherweise als harmlos und leicht eingestuft wird, kann es ohne sorgfältige Vorbereitung auch schnell mal zu einem Unfall / Unglück kommen. Viele unterschätzen dies und haben sich im Vorfeld nicht ausreichend über die Beschaffenheit der ausgewählten Strecke und die Gegebenheiten dort informiert.

Richtige Ausrüstung nicht vergessen und die Gegebenheiten berücksichtigen

Gerne werden für Wanderungen die Bergregionen der Mittel- und Hochgebirge ausgewählt. Aber gerade da ergeben sich hauptsächlich die Gefahren. Denn ohne eine sorgfältige Vorbereitung kann es hier beim Wandern zu gefährlichen Situationen kommen. An die Möglichkeit sich zu verlaufen, denken zum Beispiel nicht alle. Ohne eine gute Wanderkarte und andere Orientierungshilfen (zum Beispiel ein Kompass oder GPS-Gerät) kann man auch schnell mal nicht mehr weiter wissen oder falsche Wege wählen. Auch kommt es in den Bergen schnell zu plötzlichen Wetteränderungen. Man muss also sehr genau die Wettervorehesage vor der Wanderung berücksichtigen und während der Wanderung das Wetter stets im Auge behalten.

Das Mitführen von ausreichender Wetterschutzkleidung, die in erster Linie gegen Nässe und Kälte aber auch gegen die gefährliche Sonnenstrahlung besonders in den höheren Lagen schützen soll, ist dringend erforderlich. Auch eine geeignete Kopfbedeckung und die Sonnencreme sollten im Gepäck mit dabei sein. Wie oft sind schon Menschen unbedarft in falscher Kleidung, ohne geeignetes Schuhwerk losgelaufen und deswegen zu Schaden gekommen. Ebenfalls kann der Wind sehr unangenehm werden, eine Windschutzjacke sollte deswegen mitgeführt werden.

Auch eine Reiseunfallversicherung kann beim Wandern Sinn machen

Zu Unfällen, gerade in alpinen Gebieten, kommt es aus den unterschiedlichsten Gründen doch recht oft. Im Vorfeld sollte daher auch über eine Reiseunfallversicherung für Wanderer nachgedacht werden. Denn leider lässt sich nicht alles vermeiden, auch, wenn man sich sehr gut vorbereitet hat. Und, wenn dann etwas passiert, kann die Versicherung einen wenigstens unterstützen und entlasten. Im Fokus der Reiseunfallversicherung stehen vor allem finanzielle Absicherungen im Bezug auf eine mögliche Invalidität, Bergungs- und Rückholkosten oder auch den Todesfall.

Selbstüberschätzung und mangelnde Verpflegung

Gepäck ist lästig und unnötiger Ballast. Kann man denken, sollte man aber nicht, wenn eine Wanderung geplant ist. Ein gut durchdacht gefüllter Rucksack ist schon wichtig. Darin sollte ein Erste-Hilfe-Set vorhanden sein aber auch etwas Proviant (zum Beispiel Obst, Müsliriegel, Brote) und vor allem ausreichend Getränke. Und unter Getränken wird hier ausdrücklich kein Alkohol verstanden. Damit sollte gerade in einem heißen Klima einer Dehydration vorgebeugt werden. Auch sollte daran gedacht werden, dass wichtige Medikamente (die regelmäßig oder auch öfters am Tag eingenommen werden müssen) mitgeführt werden.

Ein großer Fehler, der immer wieder vorkommt, ist, dass sich Menschen total selbst überschätzen. Gerade in den Bergen kommt es deswegen oft zu tragischen Unfällen. Ausgerechnet die Wanderer führen die Statistiken sowohl insgesamt als auch bei den Todesfällen traurigerweise an. Die Gründe sind meist Abstürze, Herz-Kreislauf-Versagen und Leichtsinn. Die Selbstüberschätzung sorgt dafür, dass es übertrieben wird und viele dann so an das Ende ihrer Belastbarkeit gelangen. Sicherlich gilt es als erwiesen, dass Freiluftaktivitäten auch verhältnismäßig unfitten Personen einen gesundheitlichen Nutzen bringen. Aber andererseits ist zu berücksichtigen, dass man es eben nicht übertreibt. Eine Wanderung ist kein Spaziergang!

Giftige, gefährliche Tiere

Sicherlich ist die Gefahr, durch ein giftiges/gefährliches Tier umzukommen, eher sehr gering. Dennoch können manche Tiere dennoch eine Gefahr während einer Wanderung bedeuten. Grundsätzlich sind gerade giftige Tiere den Menschen gegenüber nicht aggressiv. Nur bei Störungen können sie sich wehren. Manche giftigen Schlangenarten (auch in Deutschland) können beißen, aber nur bei einem Teil der Gebissenen kommt es wirklich zu Vergiftungserscheinungen. Noch seltener sind lebensgefährliche Vergiftungen. Als Vorsichtsmaßnahmen sollten hohe Schuhe und lange Hosen getragen werden, unübersichtlichen Untergrund eher gemieden werden, fest auftreten, um Schlangen zu warnen und nie blind in Löcher oder Spalten fassen. Die hohen Schuhe und die langen Hosen schützen auch vor Zecken, die man nicht vergessen sollte und die sicherlich am ehesten eine Gefahr darstellen können. Als blutsaugende Parasiten gehen sie auf Tiere und auch auf Menschen. Viele Zecken sind massive Krankheitsüberträger und man findet Zecken nahezu in allen Regionen. Wer in Deutschland wandert, wird zwar nicht gerade in Wäldern und in den Bergen mit gefährlichen Tieren wie Bären oder Berglöwen konfrontiert werden, aber auch bei uns gibt es Tiere, vor denen man sich im Wald in Acht nehmen sollte. Wildschweine können, gerade, wenn sie Frischlinge haben, sehr aggressiv auf "Eindringlinge" reagieren.

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