13. Apr 2016

Mit Kindern zum Wandern gehen – Worauf Sie achten sollten

 

Wenn es um die Frage nach dem nächsten Urlaub geht, stehen bei vielen Familien Wanderurlaube hoch im Kurs.

  • Die frische Luft und die viele Bewegung tun sowohl Eltern als auch Kindern gut, denn in der heutigen Zeit haben bereits viele Jugendliche Rückenprobleme, weil sie seit frühem Alter zu viel sitzen.
  • Außerdem sind gerade Väter und Mütter, die mit ihrem Nachwuchs in Großstädten leben, froh, wenn die Kleinen die Natur kennenlernen können.
  • Ein gemeinsames Ziel vor Augen – zum Beispiel das Gipfelkreuz oder die Eisdiele am Ende des Rundwegs – wird außerdem der Familienzusammenhalt gestärkt.

Damit der Urlaub und die einzelne Wanderung ein voller Erfolg wird, gilt es jedoch einige Vorbereitungen zu treffen.

Foto-Alexandr-Vasilyev-Fotolia
Foto: Alexandr Vasilyev - Fotolia.com

Die Wanderausrüstung – funktionell ausgestattet

Kleidung, die einen bequem ans Ziel bringt
Damit die Kinder sich auf der Wanderung wohlfühlen, sollte zunächst an den richtigen Schuh gedacht werden. Auf einfachen Wegen mit geringer Steigung und wenigen Hindernissen reichen ihre gewohnten Sandalen oder Halbschuhe aus. In steilerem, unebenerem Gelände benötigen aber auch sie richtige Wanderschuhe mit ausgeprägtem Profil, robustem Material und hohem Schaft. Dadurch rutschen sie nicht so leicht ab, stoßen sich nicht so schnell an Felsvorsprüngen und knicken nicht um. Werden die Schuhe neu gekauft, sollten sie unbedingt eingelaufen werden, damit sich die Kinder keine Blasen laufen. Pflaster sollte man aber dennoch im Gepäck haben.

Mit einer auffällig farbigen Garderobe hat man die Kleinen leichter im Blick. Funktionskleidung, die schnell trocknet, bietet hohen Komfort und die Kinder erkälten sich nicht so leicht. Man sollte zudem Regenjacken für alle Fälle bei sich tragen, denn selbst ein kurzer Schauer kann sonst einen Reinfall heraufbeschwören, wenn alle durchnässt sind. Da die Temperaturen in höheren Lagen oft niedriger als im Tal sind und sich in den Bergen das Wetter schnell ändern kann, sollten mehrere Schichten Kleidung getragen werden, die man ganz nach Bedarf an- und auszieht.

Schutz vor Sonne und Insekten
Gleichzeitig besteht bei strahlendem Sonnenschein ein hohes Risiko für Sonnenbrand, der bei empfindlicher Kinderhaut verheerende Auswirkungen hat. Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehören deshalb ebenfalls zur Ausrüstung. Auch Sonnenbrillen sollten eingepackt werden. Daneben können Stechmücken den Kleinen den Spaß am Ausflug verderben. Ein hautfreundliches Insektenspray gehört deshalb ebenfalls zum Wanderinventar.

Gut gestärkt unterwegs

Eine nahrhafte Brotzeit ist wichtig, um den Kindern an einem Tiefpunkt wieder Kräfte zu verleihen und sie zu motivieren, noch ein Stück weiterzulaufen. Zum Mitnehmen eignen sich hervorragend:

  • belegte Brote
  • hartgekochte Eier
  • Obst und
  • Rohkost

Zudem ist es aber vor allem wichtig, ausreichend Wasser oder Saftschorle einzupacken, denn durch die Bewegung verbraucht der Körper mehr Flüssigkeit als gewöhnlich.

Gut verpackt und angenehm zu tragen

Denken Sie auch an kleine Sammelboxen, in denen die Kinder gesammelte Schätze unterbringen können. Mit Hilfe einer Lupe können Sie vor Ort Käfer und kleine Blüten untersuchen. Verwenden Sie doch selbst ein Bestimmungsbuch für Pflanzen, Pilze und Tiere und zeigen Sie so, dass Interesse an der Natur Spaß machen kann.

Das alles trägt sich am leichtesten in einem gut sitzenden Rucksack. Damit nicht einer allein die ganze Last schleppt, kann das Gewicht aber ruhig aufgeteilt werden. Der Kinderrucksack muss aber auf den kleineren Rücken angepasst und gut gepolstert sein. Solche ergonomischen Modelle sind beispielsweise bei diesem Onlinehändler erhältlich. Hüft- und Brustgurte verteilen das Gewicht zudem besser und verhindern eine zu starke punktuelle Belastung.

Die Urlaubsplanung

Begeisternde Wanderwege für Kinder
Sie müssen nicht jeden Tag von vorne bis hinten durchplanen. Suchen Sie aber einige für Kinder geeignete Wege heraus. Diese sollten nicht zu lang sein, interessante Stopps enthalten – beispielsweise einen Aussichtspunkt, einen See oder eine Ruine – und die Kinder nicht überfordern. Lange Strecken mit hohen Treppenstufen etwa sind für Kinder deutlich anstrengender als für Erwachsene mit längeren Beinen.

Auf alles vorbereitet – Alternativen zur Wanderung
Einer der erbittertsten Gegner des Wanderers ist das Wetter. Informieren Sie sich daher über Alternativausflüge für den Fall, dass es tagelang in Strömen regnet. Ein Besuch im Erlebnisbad, Bergwerk oder Museum kann Jung und Alt begeistern. Aber auch wenn das Wetter mitspielt, sollte an Abwechslung gedacht werden, den Kindern wird sonst schnell langweilig, wenn es wirklich jeden Tag zum Wandern geht, und sie empfinden den Urlaub dann wenig positiv. Nach einem Tag beim Tretbootfahren oder Sommerrodeln freut sich hingegen jeder auf die nächste Wanderung.

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen