21. Jun 2016

Das ABC des Wandergepäcks

 

Die wichtigsten drei Eigenschaften von Wandergepäck kennen die meisten: Es sollte leicht sein, komfortabel zu tragen sein sowie Wind und Wetter standhalten können. Doch was daneben wichtig ist, um bei einem Outdoor-Ausflug entspannt zu ruhen und geschützt vor Regen zu sein, soll dieser Ratgeber zeigen.

Die Outdoor-Unterkunft

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Auch bei einer Outdoor-Wanderung ist ein nächtliches Dach über dem Kopf wichtig. Aber Achtung: Es muss auch transportierbar sein.

Zunächst einmal soll es um die Outdoor-Unterkunft gehen und darum, wie diese als Schlafstätte eingerichtet werden kann. Die Frage, welches Zelt passend ist, verrät dieser Fachbeitrag im Detail. Bei der Anschaffung eines Zeltes muss demnach auf diese Faktoren geachtet werden:

  • auf das Packmaß. Damit wird die Größe bezeichnet, die das Zelt im zusammengefalteten Zustand hat. Hier macht sich ein Blick in die Details durchaus bemerkbar, denn je größer das Packmaß des Zeltes ist, desto weniger Platz bleibt im Rucksack für andere Dinge.
  • auf die Größe. Diese setzt sich aus dem Platz zusammen, den die Menschen benötigen, die darin schlafen, und aus dem Platz, der fürs Gepäck benötigt wird. Grundsätzlich gilt: So klein wie möglich, so groß wie nötig. Das ist die Faustregel mit Blick auf die Zeltgröße, denn diese schlägt sich nicht nur auf das Packmaß, sondern auch meist auf das Gewicht nieder.
  • auf die Anzahl der Personen. Diejenigen, die das Zelt mittragen, dürfen auch darin nächtigen. Wer zu zweit unterwegs ist, kann mit Blick auf die Details abwägen, ob es sinnvoller ist, zwei kleine oder ein größeres Zelt mitzunehmen.
  • auf das Material. Mit Blick auf das Material des Zeltes gilt: Die Nähte müssen gut abgedichtet sein, das Gestänge sollte robust sein und nicht gleich brechen. Auch muss auf die Wasserdichtigkeit des Zeltmaterials geachtet werden. Darüber gibt eine Wassersäule Auskunft. Als Faustregel gilt, dass eine Wassersäule ab 1.500 Millimeter als wasserdicht gilt.
  • auf das Gewicht. Jedes Kilogramm mehr auf dem Rücken wiegt schwer – und wird gefühlt schwerer je länger die Tour ist, daher ist der Blick auf das Eigengewicht des Zeltes ebenso wichtig.

Da kaum jemand auf dem kahlen Boden nächtigen wird, ist die Unterkunft allein mit dem Zeltaufbau noch lange nicht fertig. Nun geht es darum, das Zelt mit einer Schlafstätte auszustatten und die besteht in der Regel aus einer Isomatte und einem Schlafsack. Die noblere Variante, eine Art Camping-Liege, sei an dieser Stelle einmal ausgeklammert.

Einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog, der alles Wissenswerte zur Wahl der passenden Isomatte verrät, gibt es hier. Auch hier sind Faktoren wie das Packmaß und das Gewicht von entscheidender Bedeutung, denn die Isomatte kommt zum Zelt noch on top – oder vielmehr auf den Rücken des Wanderers. Unterm Strich am besten schneiden selbst aufblasbare Isomatten ab. Unabhängig von der Isomatten-Variante muss in jedem Fall auf die passende Größe geachtet werden. Tipp: Leichter und auch kleiner sind Matten in der sogenannten „Mumienform“, die zum Fuß hin schmäler wird, als im Bereich des Oberkörpers.

Bei der Wahl des Schlafsacks gilt: Preis- und Leistungsvergleiche sind unbedingt nötig. Besonders die Wärme- und Kältetauglichkeit ist beim Schlafsack neben dem grundsätzlichen Schlafkomfort entscheidend.

Stichwort Wanderverpflegung: Tipps zur Outdoorküche

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Wer nur eine Tagestour unternimmt, hat es an dieser Stelle einfach und kann in diesem Ratgeber nachlesen, worauf es bei einer Kraft gebenden Wanderer-Brotzeit ankommt. Wer allerdings mehrere Tage unterwegs ist, braucht eine Lösung, um an warmes Essen zu kommen. Die kalte Brotzeit reicht? Gut, aber auf einen Kaffee am Morgen möchten sicherlich die wenigsten verzichten. Eine mögliche Wahl ist in jedem Fall ein Outdoorherd. Dabei wird kein offenes Feuer benötigt, was zwar das Abenteuer-Feeling schüren würde, aber mancherorts gar nicht erlaubt ist. Ein Gaskocher ist indes die Option für die Tütensuppen-Fraktion oder diejenigen, die bei einer Wanderung darauf verzichten, ihre Ambitionen als Hobbykoch auszuleben. Besonders vielseitig nutzbar bzw. erwärmbar ist ein sogenannter Mehrstoffkocher. Wer auch bei einer längeren Wanderung nicht auf die persönliche Note beim Essen verzichten möchte, dem sei ein Griff ins Gewürzregal empfohlen. Wer von dort eine kleine Auswahl mit auf Tour nimmt, kann so manches Fertiggericht geschmacklich durchaus optimieren. Tipp: Auch an einen Topf sowie an Besteck und Geschirr muss gedacht werden.

Ein Kleiderschrank in Mini-Ausführung

Dass auch mit Blick auf die Bekleidung ein eher minimalistisches Programm angesagt ist, wenn es darum geht, den Rucksack für eine mehrtägige Tour zu packen, ist an dieser Stelle sicherlich keine Überraschung. Was an Kleidung benötigt wird und was darüber hinaus noch im Rucksack Platz finden muss, zeigt diese Packliste:

  1. Kleidung: Regenbekleidung (Jacke, Hose), warme Kleidung (Fleece-Jacke, warme Jacke), Zip-Hose, Lang- und Kurzarmshirt, Nachtwäsche, Socken, Unterwäsche, Schuhe (Hiking-/Barfußschuhe), Sonnenschutzkleidung (insbesondere Kopfbedeckung).
  2. Pflegeprodukte: Zahnpflegeprodukte, Shampoo, Duschgel, Taschentücher, Deo, Toilettenpapier, Bürste/Kamm, Erste-Hilfe-Set, Pflaster, Sonnen- und Insektenschutzmittel.
  3. Sonstiges: Wanderkarten, Notizbuch mit Stift, Handy und Ladegerät (ggf. Solarladegerät), Kamera, Geld, Personalausweis, Krankenversichertenkarte.

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Wer einen bangen Blick auf den durchaus schweren Rucksack richtet, der kann hier diese Regel zum Maximalgewicht nachlesen: „Bei untrainierten Pilgeranfängern sollte der gefüllte Wanderrucksack nicht mehr als 10 – 12 Prozent des eigenen Körpergewichts ausmachen. Eine Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht sollte maximal acht bis zehn Kilogramm Gepäck tragen. Ein zu schwerer Rucksack kann gesundheitliche Beschwerden wie Rücken-, Schulter- oder Knieprobleme verursachen, die zum Abbruch der Pilgerreise führen können!“

Fotos: Abbildung 1: pixabay.com © Unsplash (CC0 Public Domain), Abbildung 2: pixabay.com © Unsplash (CC0 Public Domain), Abbildung 3: pixabay.com © Unsplash (CC0 Public Domain)

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