Sigmaringen

Sigmaringen

... zwischen Noblesse und Natur

Im rosigen Morgenlicht schälen sich Türmchen und Erker, Balkone, Mauern und Dächer aus dem Dunst über der Donau. Wie die Kulisse eines Märchenfilmes, so thront Schloss Sigmaringen auf einem Felssporn über der Stadt. Gleich ertönen die Fanfaren – der Fürst und sein Gefolge nahen; Ritter und Knappen eilen herbei, um die edlen Herren zu empfangen. So könnte es gewesen sein – so wirkt es immer noch, auch wenn heute Autos über Brücken neben der prachtvollen Schlossanlage fahren und die modernen Fürsten ohne Pomp und Glorie auf ihrem Stammsitz eintreffen.

mehr weniger

Vergangene Zeiten

Sigmaringen und das Schloss der Fürsten von Hohenzollern haben viel vom Flair vergangener Jahrhunderte bewahrt. Ein Streifzug durch die Geschichte ist hier keine trockene Pflichtübung, sondern prallgefüllt mit Leben. Noch immer wirken die eng verschachtelten Gebäude der Renaissance-Anlage ein wenig wie eine trutzige Ritterburg, und tatsächlich war Burg „Sigimaringin“ der Ursprung des märchenhaften Ensembles auf dem Weißjurafelsen. Die Ritter sind immer noch da. In der Waffenhalle des Schlosses, wo eine der größten privaten Waffensammlungen Europas zu sehen ist, stehen starre Rüstungen bereit, hängen Schwerter und Lanzen, Harnische und Visiere als ob sich die Recken gleich mit Rasseln und Klappern in den Kampf werfen wollten. In 15 Residenz- und Prunksälen steht nach wie vor das original Mobiliar, hängen Gemälde und Gobelins ihrer ursprünglichen Besitzer.

Zurück in die Zukunft

Doch Stadt und Schloss sind nicht nur höfische Geschichte. Die Architektur Sigmaringens ist ein lebendiger Spiegel für die elegante Epoche zwischen 1805 und 1945 als die Stadt an der Donau zuerst Landeshauptstadt und dann preußischer Regierungssitz war. Die Schlossfassade zeugt von Um- und Anbauten wie dem Museum für die kostbare Kunstsammlung von Fürst Karl Anton, das zwischen 1862 und 1867 entstand. In direkter Nachbarschaft kann rund um den Leopoldplatz ein typisches Ensemble für diese Zeit bestaunt werden mit Prinzenbau, Stände- und Landeshaus und dem Reiterstandbild von Fürst Leopold. Es braucht auch nicht viel Fantasie, um sich den Spitznamen der Karlstraße vor Augen zu führen, die im Volksmund „Zylindergasse“ hieß. Ende des 20. Jahrhunderts führten hier Regierungsbeamte ein geruhsames Leben. Ihre Galakleidung, die sie gerne ausführten, waren Frack und Zylinder. Die Karlstraße, heute ein modernes Behördenzentrum, ist noch immer gesäumt von prachtvollen Verwaltungsgebäuden und der Evangelischen Stadtkirche, die auch vom Selbstbewusstsein der Bürger zeugen.

Mitten im Grünen

Das Wahrzeichen Sigmaringens ist eindeutig das alles überragende Schloss. Aber in der sehenswerten Stadt unserer Tage mit vielen Festen und Veranstaltungen für Bürger und Gäste gibt es noch viele Kleinode, die bei Stadtführungen oder einem Bummel durch die Gassen selbst entdeckt werden können. Unbenommen einzigartig ist die Lage im Naturpark Obere Donau. Der zweitlängste Fluss Europas ist hier noch weit davon entfernt ein schiffbarer Strom zu sein, der in seinem Lauf zehn Länder durchmisst. Jung und unbekümmert mäandert er zwischen steilen Felsen und bewaldeten Hügeln durch eine sattgrüne artenreiche Auenlandschaft, Heimat von Wanderfalken, Uhu, Gämse und Luchs. Wer naturnahe Orte schätzt, ist hier ebenso glücklich wie Aktivurlauber, die gleich hinter den Toren der Stadt Golfplätze, Kletterfelsen, Kajak- und Kanureviere und Fahrradwege sowie unendlich viele attraktive Möglichkeiten zum Wandern finden. Und wer an stillen Tagen zwischen Knopfmacherfelsen und Kloster Beuron wandert, der ist mit allen Sinnen zwischen Urzeit und Heute unterwegs.

Unterkünfte

 

Tourist-Info der Stadt Sigmaringen
Fürst-Wilhelm-Str. 15
72488 Sigmaringen
Telefon +49 (0) 7571 / 106224
Telefax +49 (0) 7571 / 106177

tourismus@sigmaringen.de
www.sigmaringen.de

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