Naturpark Lahn-Dill-Bergland Wanderroute 17
Start- und Zielpunkt: Alter Dreschplatz in Bicken
Saison: ganzjährig begehbar
Rund 600 Jahre ist es her, dass die Herren von Bicken ihren Stammsitz im Aartal verlassen haben, und trotzdem gibt es überall noch Spuren ihrer einigen hundert Jahre dauernden Anwesenheit.
Ganz unbedeutend kann das Rittergeschlecht nicht gewesen sein, denn mit Johann Adam von Bicken wurde einer der Ihren 1601 zum Erzbischof und Kurfürsten von Mainz gewählt. Bei unserer Wanderung über die Bickener Ritterspuren werden wir oft in Wald und Flur den einstigen Besitz der Adeligen betreten. Auf dem Weg um das Ställchen (402m) treffen wir an verschiedenen Stellen auf Spuren des Eisenerzabbaues. Der Berg „Ställchen“ könnte eine vorzeitliche Höhensiedlung gewesen sein, worauf mehrere Wohnpodien und lang gestreckte Ackerraine mitten im Wald hindeuten. Im Weibachtal wurde nach dem Krieg bei Kanalarbeiten ein großer mittelalterlicher Eisenverhüttungsplatz aus der Zeit um 1300 aufgefunden. Vielleicht stammt das Erz aus den Abbaustätten am „Ställchen“ und wurde im Auftrag der Adeligen von Bicken auf einem ihrer Höfe verhüttet. Beim Abstieg aus dem Weibachtal lassen wir rechterhande das kleine Seitentälchen Nonnwoch (=Nonnenbach) hinter uns. Hier hatten die Ritter von Bicken Landbesitz, den sie den Nonnen im loster Stift Keppel im Siegerland überließen. Wegen der letzten Höfe der Herren von Bicken, die im 30-jährigen Krieg verkauft wurden, gab es einen jahrzehntelangen Erbstreit vor dem Reichskammergericht in Wetzlar, der erst mit dem Tod des Letzten dieses Geschlechtes endete. Viel Spaß beim wandern.
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Länge
6,9 km
Wanderzeit
2,5 Std.
Summe Steigung
201 m
Summe Gefälle
207 m
Maximale Höhe
379 m ü.N.N.
Minimale Höhe
249 m ü.N.N.
Schwierigkeitsgrad
Leicht
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