Nordeifel Wanderroute 2



Der Wildnis-Trail:
von Einruhr nach Gemünd


Insgesamt umfasst der Wildnis-Trail 4 Streckentouren zwischen Monschau-Höfen und Zerkall. Auf diesen 4 Etappen bekommt man Gelegenheit, die herrliche Landschaft des Nationalparks Eifel aus nächster Nähe kennen zu lernen. Damit man diese Auszeit in der Natur voll auskosten kann, bietet der Nationalpark Eifel Arrangements zum Wildnis-Trail an (www.nationalpark-eifel.de). Die zweite Etappe auf dem Wildnis-Trail führt durch das wasserreiche Herzstück des Nationalparks von Einruhr nach Gemünd und verläuft dabei auf großen Strecken gemeinsam mit dem Eifelsteig.

Wir beginnen diese Nationalpark-Etappe in Einruhr und folgen auf gepflegtem Uferweg zunächst dem Ufer des Obersees. Nach dieser ersten Stippvisite am Wasser, geht es auf ruhigen Nebenstraßen durch Einruhr, bis wir schließlich offene Wiesen erreichen. Zügig schreiten wir aus und treffen, kaum haben wir den Wald betreten, auf das markante Logo des Eifelsteigs. Gemeinsam mit unserem Wildkatzen-Logo setzen wir nun die Tour durch das Areal des ehemaligen Truppenübungsplatzes fort. Da sich noch immer Blindgänger im Gelände verbergen können, dürfen die gekennzeichneten Wege nicht verlassen werden!
Doch der Wegverlauf ist sowieso viel zu spannend und kurzweilig. Jede Kurve bringt neue Ausblicke auf den meist still ruhenden See. Vielfältige Vegetation, oft angereichert durch schroffe Felsklippen, begleitet uns und so manche seltene Pflanze zeigt an, dass das Schutzkonzept des Nationalparks aufgeht.

Doch dann ist erstmal Schluss mit dem gemütlichen Seespaziergang: der Wildnis-Trail steigt nun deutlich an! Eine Informationstafel macht uns auf die nahe Urfttalsperre (Einkehrmöglichkeit) aufmerksam. Diesen Abstecher nach links lassen wir uns natürlich nicht entgehen!
Zurück auf der Hauptstrecke wird die Kondition weiter gefordert. Doch ein toller Ausblick auf den Urftstausee und die imposante Staumauer entschädigt für die Mühen. Noch einige Höhenmeter weiter oben, weicht der Wald der weiten Offenlandschaft. Schlagartig verändert sich die Vegetation: wo gerade noch Niederwald die Szene bestimmte, übernehmen nun Ginster die Regie, besonders im Sommer ein leuchtend gelber Anblick!
Dann erspähen wir düstere Kulissen am Horizont: die Wüstung Wollseifen zeigt deutlich, dass sie jahrelang als Truppenübungsziel herhalten musste. Wir lassen den Blick über die Ebene schweifen und bleiben dabei an einem weiteren Relikt militärischer Tage hängen: der ehemaligen NS-"Ordensburg" Vogelsang (Einkehrmöglichkeit). Dorthin bringt uns der Wildnis-Trail als nächstes. Der Trail führt außen um die Anlage herum, ein Abstecher zur sehenswerten Ausstellung im Forum lohnt sich.

Vogelsang im Rücken, schreiten wir wieder unbeschwerter aus. Nach einer Talquerung verlangt  der Wildnis-Trail erneut Kondition, denn der sensationelle Ausblick Kickley will erobert werden! Diese Sicht ins Urfttal wird wenig später nur noch von der Panoramaaussicht am Eifel-Blick „Modenhübel“ übertroffen. Hier kann man den Blick wirklich rundum schweifen lassen!
Anschließend wandern wir entspannt hinab zum Morsbach und erklimmen im Wald den Hang oberhalb der Urft, die wir durch das Laub rauschen hören. Erst nachdem wir die ersten Häuser von Gemünd passiert haben, trennen wir uns vom Eifelsteig und halten uns rechts. Noch einmal dürfen wir durch die herrliche Natur streifen, bevor uns der Wildnis-Trail zügig abwärts ins Zentrum von Gemünd bringt.


Streckenlänge:
20,4 km                
   
Summe Steigung: 590 m Summe Gefälle: 542 m
tiefster Punkt: 282 m höchster Punkt: 519 m


Wanderkarte



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