Idstein

Wer über die A3 Frankfurt – Köln nach Idstein kommt und von dort aus Idstein erwandern möchte, überbrückt in nur wenigen Minuten auf wenigen hundert Metern Jahrhunderte:

Zunächst rege Geschäftigkeit links und rechts der Straße; dann nach einer Straßenbiegung die hohen Bruchsteinwände der katholischen Martinskirche – ein Bauwerk aus dem Jahre 1965 mit freistehendem Glockenturm. Anschließend wird der Blick frei auf den 800 Jahre älteren Hexenturm, Bergfried der früheren Burg und heute Wahrzeichen Idsteins. Er weist den Weg in die Fußgängerzone. Was sich hier innerhalb von wenigen hundert Metern dicht gedrängt präsentiert, ist beeindruckend. Viele Baudenkmäler im malerischen Ensemble, dank einfühlsamer Stadtsanierung prächtig erhalten - keine museale Kulisse, sondern lebendiger Bestandteil des städtischen Alltags. Im Schloss der Grafen von Nassau-Idstein zum Beispiel, 1653 als Renaissancebau vollendet, lernen heute Gymnasiasten.

Herzstück der Altstadt ist der König-Adolf-Platz, benannt nach Adolf von Nassau, Graf zu Idstein, von 1292 bis 1298 deutscher König. Hier steht das Rathaus. Von seiner Treppe bietet sich der beste Überblick über den Platz und die eindrucksvollen Fachwerkhäuser aus der Zeit zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Fast zu jedem Haus gibt es Geschichten und Sagen – vom vergrabenen Schatz im "Löwen" bis hin zum Killingerhaus, dem schönsten und am aufwendigsten verzierten Haus in Idstein. Es beherbergt die Tourist-Info und das Stadtmuseum, in dem der Besucher Interessantes über die Stadtentwicklung, die Geschichte des Schlosses, der Kirchen und über die Lebensverhältnisse im 18. und 19. Jahrhundert, über die Lederindustrie sowie über das Leben und Wirken des Malers Ernst Toepfer erfährt.

Der Weg durch das Torbogengebäude führt zum wiederhergestellten Renaissance-Garten des Grafen Johannes. Geht man in die andere Richtung, trifft man auf die sehenswerte Unionskirche und die Obergasse mit dem "Höerhof" – alles nur wenige Schritte voneinander entfernt. Viele Einkaufsmöglichkeiten und gemütliche Gaststätten bieten ebenfalls Grund genug, sich für einen Bummel durch Idstein Zeit zu nehmen. Auch die elf Stadtteile, die sich nahezu kreisförmig um die Kernstadt gruppieren, bieten viel Reizvolles. Der Stadtteil Heftrich ist vielen vom Alteburger Markt her bekannt. Dreimal im Jahr findet hier auf historischem Gelände aus der Römerzeit ein Vieh- und Krammarkt statt, der Gäste von nah und fern anlockt. Zehntausend Menschen feiern bis spät in die Nacht.

Von Heftrich aus lohnen sich zwei kurze Abstecher zu den beiden östlichen Idsteiner Außenposten: Kröftel und Nieder-Oberrod. Beide gleichermaßen malerisch wie verkehrsgünstig an der B 8 gelegen, mit Feldberggipfel in Reichweite und einem Apfelwein, der Gäste gern willkommen heisst. Nördlich und nordöstlich von Idstein liegen die Stadtteile Wörsdorf und Walsdorf. Wörsdorf ist nicht nur der größte Stadtteil sondern auch eine der ältesten Gemeinden am Tor zum Goldenen Grund. Besondere Aufmerksamkeit verdient in Wörsdorf die evangelische Lukaskirche mit ihren wertvollen Gemälden. Im 1200jährigen Walsdorf beindruckt das geschlossene Ortsbild mit der Scheunenfront, der Stadtmauer und dem Hutturm. Die vier westlich der Autobahn gelegenen Stadtteile Niederauroff, Oberauroff, Ehrenbach und Eschenhahn sind allesamt malerisch gelegen. Sehenswert das renovierte ehemalige Hirtenhaus in Ehrenbach, kurz "Türmchen" genannt, in dem jetzt Gottesdienste stattfinden und ein wieder erbauter römischer Wachtturm, der auch bestiegen werden kann. Oberauroff lädt ein zum Besuch der auf einem Berg gelegenen Liebfrauenkirche. In den südöstlich gelegenen Stadtteilen Lenzhahn und Dasbach gibt es noch funktionsfähige Backhäuser, die von Bürgerinitiativen gepflegt und erhalten werden. Die jährlichen Backesfeste sind ein Beweis dafür, was Gemeinschaft bedeutet. Der 2002 neu errichtete Römerturm bei Dasbach, eine Rekonstruktion des römischen Wachtpostens Wp. 3/26 an historisch belegter Stelle am Limesverlauf, lädt Jung und Alt zur Besichtigung und Wanderung entlang des im Idsteiner Land 15 km langen Limes ein.

Idstein  - das sind mehr als 40 km gekennzeichnete Wanderwege durch Idstein und rund um Idstein. Hier befinden sich Natur und Kultur im Einklang.
Wanderbares Idstein – wunderbar erleben.



Weitere Informationen über Idstein:



Tourist-Info Idstein
Killingerhaus
König-Adolf-Platz
65510 Idstein
Telefon (06126) 78620
Telefax (06126) 78865
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www.idstein.de