Ferienland der Thermen und Maare

Von Feuer und Wasser geprägt
Ferienland der Thermen und Maare
Angefangen hat alles mit einer heftigen Explosion. Als vor rund 10.000 Jahren der jüngste Vulkan Deutschlands ausbrach und riesige Mengen Gestein und Lava nach oben schleuderte entstand ein großer Krater in der Landschaft. Durch nachrutschendes Gestein wurde der trichterförmige Hohlraum verschlossen und füllte sich mit Regenwasser und nachfließendem Grundwasser: Das Ulmener Maar war geboren.
Als jüngstes der Eifelmaare gehört es mit einer Tiefe von 36 Metern und einer Ausdehnung von 225 bzw. 325 Metern zu den mittelgroßen Maaren. Umgeben wird das Ulmener Maar von dem Maarberg, einem mächtigen Tuffwall, der durch die Ablagerung der herausgeschleuderten Lava und Gesteinsstücke entstanden ist. Heute sind sich die Förderprodukte des Ausbruchs nördlich der Kirche in großen Anschnitten zu sehen.
Die Menschen in Ulmen nutzten das Wasser aus dem Maar seit jeher als Trinkwasser. Auch die Ulmener Burg – eine im 12. Jahrhundert auf dem Maarberg entstandene und im 18. Jahrhundert zerstörte Kreuzritterburg – wurde über einen Brunnen mit Trinkwasser aus dem Maar versorgt.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Ulmener Maar liegt ein weiterer jedoch wesentlich älterer Vulkankrater: der Jungferweiher. Der Weiher ist von einem breiten Verlandungsgürtel umgeben. In dem bedeutenden Vogelschutzgebiet können im Laufe eines Jahres rund 150 Vogelarten beobachtet werden. Als Brutplatz für Wasservögel ist der Weiher ebenso wichtig wie als Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel. Lässt der Jungferweiher einerseits das Herz jeden Ornithologen höher schlagen, ist er anderseits ein wahres Anglerparadies. Die 20 Fischarten von Hecht über Zander und Aal bis zur Schleie zeugen von der guten Wasserqualität im Jungferweiher.
Durch die besondere geologische Situation der Region entstand auch die einzige Glaubersalztherme Deutschlands in Bad Bertrich, die bis heute glasklar und wohltemperiert aus einer Tiefe von 2000 Metern aus dem vulkanischen Gestein hervorsprudelt. Zu erleben ist die Quelle als prickelndes Vergnügen auf 400 Quadratmetern Wasserfläche im Thermal-Hallen und –Freibad, das zu 100% mit dem 32°C naturwarmen Heilwasser gespeist wird. Als sanfte Massage aktiviert das Thermalwasser das Herz-Kreislauf-System und lockert Muskeln und Gelenke. Integriert in das Therapiezentrum und nur wenige Meter vom Kurgarten mit den klassizistischen Bauten entfernt, bietet das Thermalbad Innen- und Außenbecken, Solarien, Sauna, Ruheräume, Whirlpools, Bodensprudlern, Massagedüsen und Badebar. Eine weitere Besonderheit vulkanischen Ursprungs ist die Elfengrotte in Bad Bertrich, die wegen ihrer außergewöhnlichen Form auch Käsegrotte genannt wird. Durch Verwitterung der Basaltsäulen ähnelt das Gestein einer Reihe aufgestapelter Käselaiber.
Doch auch die Hinterlassenschaften der jüngeren Vergangenheit können sich sehen lassen.
Der anerkannte Erholungsort Lutzerath war über Jahrhunderte Sitz des Hoch- und Friedengerichts, besaß also die Gerichtsbarkeit und ein Gefängnis. Im Ortsteil Driesch wartet ein wahrer Schatz auf seine Entdeckung: der Bitter-Leidens-Altar, ein kostbares Meisterwerk des Barock. Als dreigestaffelter Schnitzaltar nimmt dieses Kunstdenkmal den Hauptchor der Wallfahrtskirche Mater Dolorosa in voller Höhe ein und zeigt in elf Holzreliefs das Leiden Christi. Im traditionellen und zugleich modernen Kurort Bad Bertrich, seit 1476 Staatsbad, waren bereits viele illustere Besucher wie Sebastian Münster oder Alexander von Humboldt zu Gast. Doch größter Förderer von Bad Bertrich wurde Kurfürst Clemens Wenzeslaus, der Mitte des 18. Jahrhunderts Promenaden, Parkanlagen und das Kurfürstliche Schlösschen erbauen ließ. Umrahmt von klassizistischen Bauten ist dieses Schlösschen heute noch der Mittelpunkt im blumenübersäten Kurgarten.
Die gut beschilderten Wander- und Radwege im Ferienland der Thermen und Maare laden ein, die Landschaft in der Vulkaneifel unweit der Mosel auf „Schusters Rappen“ oder dem “Drahtesel“ zu erkunden.
Ganz gleich ob Wandern, Radeln, Schwimmen oder Wellness- und Gesundheitsurlaub, ein großzügiges Freizeitangebot steht im Ferienland der Thermen und Maare überall zur Verfügung. Denn zu entdecken und erleben gibt´s hier reichlich.
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Weitere Informationen über Thermen und Maare:
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Verkehrsamt Ferienland
der Thermen und Maare
Marktplatz 1
56766 Ulmen
Telefon (02676) 409-259
Telefax (02676) 409-500
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www.ulmen.de

