Wandern in Österreich

Allgemeines über Österreich und seine Wandermöglichkeiten

Österreich, das Land der Berge, ist bekannt für seine vielen Wandermöglichkeiten. Eine Auszeit nehmen vom Alltagsstress und die unverbrauchte Natur eines österreichischen Bergsteigerdorfs oder des Wilden Kaisers genießen – davon träumt so mancher gestresster Büromensch.

In Österreich werden ungefähr 85 % der Fläche für die Landwirtschaft genutzt, weshalb das Land vielfältige Möglichkeiten zum Wandern und Aussichthalten bietet. Reisen nach Österreich sind nicht zuletzt aufgrund seiner kulinarischen Vorzüge beliebt: Österreichisches Kürbiskernöl, selbst gemachter Käse aus der Käserei und Speckbrot sind nur Beispiele.

Die acht Bundesländer Österreichs halten vielerlei Wandergebiete für Reiselustige bereit, beispielsweise die Camica-Region Rosental, den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, die Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol, die Nationalparkregion Hohe Tauern Osttirol. Eine vollständige Liste der Wanderregionen findet sich unter Wanderdoerfer.at.

Österreich bietet über 100 Weitwanderwege. Die zehn größten Weitwanderwege Österreichs sind der Nordalpenweg mit 1260 km, der Zentralalpenweg mit 1270 km, der Südalpenweg mit 513 km, der Voralpenweg mit 501 km, der Nord-Süd-Weg mit 510 km, die Mariazeller Wege mit 501 km, der Ostösterreichische Grenzlandweg mit 697 km, der Eisenwurzweg mit 548 km, der Salzsteigweg mit 473 km und der Rupertiweg mit 563 km Länge.

Pilgerer zieht es regelmäßig auf die Ost-West-Route des Jakobswegs in Österreich. Dieser ist 750-800 km lang. Zu seinen Abschnitten zählen das Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Empfehlungen zu Wandertouren in Österreich

Viele Touristen werden bei dem Gedanken an Wanderungen in Österreich klassische Wanderungen in den Bergen mit Rucksack und Wanderstöcken vor Augen haben. Die Höhenwege in Österreich bieten Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, deren Auswahl sorgfältig auf die individuelle Bergsteigererfahrung des Einzelnen abgestimmt werden sollten. Erfahrene Alpinisten besitzen nicht nur die notwendige Ausdauer sondern kennen auch die Gefahren, die die einzelnen Situationen oder auch bestimmte Höhenwege mit sich bringen können. Eine Liste der schönsten Höhenwege findet sich hier.

Im Sommer können die Vorzüge österreichischer Bergbahnen, Almen und Jausenstationen ausgenutzt werden, doch auch im Winter können Wanderlustige, ausgestattet mit der richtigen Kleidung, den richtigen Schuhen und einer passenden Wanderkarte, Freude an Wanderungen in den Alpen haben.

Im Rahmen einer Erlebniswanderung in Österreich kann die ganze Familie beispielsweise im Burgenland einen der sechs Naturparks besuchen, etwa den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel. Hier gibt es über 340 verschiedene Vogelarten zu entdecken und auch Fischotter sind hier heimisch. Die hohe Artenvielfalt rührt daher, dass das Gebiet Neusiedler See viele verschiedene Landschaftsräume aufweist, die von mediterranen, alpinen, asiatischen und nordischen Einflüssen geprägt sind. Es werden auch viele spezielle Exkursionen angeboten, die rund drei Stunden dauern und sich unterschiedlichen Themen widmen wie „Die Wiese lebt“ oder „Mit dem Kanu im Schilf“.

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Abbildung 1: Die Wege sind gut ausgeschildert und deutlich gekennzeichnet.

Österreich kann aber nicht nur mit Rucksack und Wanderstock, sondern auch mit dem Fahrrad bewandert werden. Auf radtouren.at finden sich 14 Top-Radwege mit mehreren hundert Kilometern Länge, die teilweise über die Grenzen führen, an Gewässern entlang und ins voralpine Hügelland. Entlang der Routen finden sich besondere Radhotels, die auch eine unkomplizierte Unterbringung des Fahrrads ermöglichen.

Wanderungen in Österreich mit Kindern

Kinder, die normalerweise keinen Spaß an Wanderungen haben, können mit Themenwanderwegen begeistert werden. Auf „Ellmis Zauberwelt“ beispielsweise muss ein verschwundener Zauberstab mit einer Schatzkarte gefunden werden und zahlreiche Aufgaben warten entlang des Weges.
Außerdem bietet sich ein Ausflug an die Kinder-Erlebnismühle in Markt Neuhodis an. Diese wird auch „Wallner-Mühle“ genannt und ist eine alte Wassermühle. Kinder können den Mahlvorgang beobachten, aber auch Erwachsene können eine Faszination für diese Mühle, deren Innenausstattung im Original erhalten ist, bewundern.

Auch der Alpenzoo Innsbruck ist eine schöne Möglichkeit, Kindern das Wandern zu versüßen. Es gibt dort Luchse, Wölfe, Bären und andere Tiere zu sehen.

Eine andere Alternative für einen Ausflug ist eine Besichtigung des über 10.000 Jahre alten Moors in Rohr im Zickental. Dieses Moor ist das größte im pannonischen Raum und Europaschutzgebiet. Die umliegende Gegend wurde vermutlich bereits 5000 Jahre vor Christus besiedelt. Hier können Vogelwanderungen unternommen oder aber Frösche beobachtet werden. Auch Schulen und andere große Gruppen sind am Moor in Rohr im Zickental anzutreffen.

Winterwanderungen in Österreich

Überall gibt es im Winter spezielle, geräumte Winterwanderwege mit mehreren Kilometern Länge. Diese Wege zeichnen sich durch besondere Aussichtspunkte aus, die im Schnee einen ganz besonderen Anblick bieten. Skifahren ist in Österreichs Bergen ebenfalls möglich. Im Anschluss an einen Ski-Tag kann sich der Urlauber in der Sauna entspannen.
In der Kalchkendlalm, einer Bergschule in Rauris-Wörth, können Interessierte einen Brotbackkurs belegen und lernen die einzelnen Getreidesorten zu unterscheiden.

Reisevorbereitungen

Zunächst kann sich der interessierte Urlauber für die Auswahl eines geeigneten Hotels, eines geeigneten Flugs und eventuell Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung für einen der Weitwanderwege oder einen der kürzeren Wanderwege entscheiden. Zu den beliebtesten Hotels Österreichs zählen der Steigenberger Herrenhof, das K & K Maria Theresia oder der Kohlerhof, welche auf dieser Webseite gebucht werden können.

Am besten informiert sich der Reiseinteressent jedoch noch vor Antritt der Urlaubsreise gründlich über Österreich und die einzelnen Wanderwege und wird dann schnell herausfinden, welcher Wanderweg zu seinen Reisepräferenzen passen könnte. Wichtig ist, die eigene Kondition nicht zu überschätzen und genügend Raum für Pausen und Erholung zu lassen.

Die richtige Wanderausrüstung darf hierbei nicht fehlen. Während für Eintageswanderungen eine dicke Jacke, festes Schuhwerk, ausreichend Proviant und eventuell ein Wanderstock ausreicht, müssen bei mehrtätigen Wanderungen auch Dinge wie ein Schlafsack, Verbandszeug, Ess- und Kochgeschirr und Wäsche zum Wechseln eingeplant werden. Mit der korrekten Ausrüstung kann Unfällen meist vorgebeugt werden.

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