09. Aug 2017

Wandern in den Rocky Mountains - Atemberaubend und fazinierend!

 

Bereits die Eisenbahn-Pioniere im 19. Jahrhundert stellten die Rocky Mountains vor massive Probleme. Nur unter größter Anstrengung gelang es ihnen schließlich, eine ersten Verbindung über das Gebirge im Westen der USA zu erschaffen. Bis heute können sich Wanderer von der atemberaubenden Natur überzeugen, die zu ausgedehnten Touren einlädt. Doch was ist bei der Vorbereitung auf dieses Event zu beachten?

Tipps für die Anreise

Bereits die Anreise benötigt einige Vorbereitung, um jeglichen Stress nach Möglichkeit zu vermeiden. Leider fehlt in unmittelbarer Nähe zu den Rocky Mountains ein internationaler Flughafen, der eine kurze Anreise ermöglichen würde. Die meisten Touristen weichen aus diesem Grund auf den Flughafen in Denver aus. Dieser zwar auch aus Deutschland nicht direkt angeflogen, doch es ist mit nur einem Umstieg möglich, diesen zu erreichen. Zwar ist für Reisende aus Deutschland, die sich für weniger als 90 Tage in den USA befinden kein Visum erforderlich, doch den Esta Antrag sollten Sie nicht vergessen . Das elektronische Visum ersetzt im Rahmen des Visa Waiver Programms die bisherigen Regelungen. Von dort aus ist dann ein persönlicher Mietwagen die komfortabelste Möglichkeit, um die restliche Strecke bis zu den Rocky Mountains hinter sich zu bringen. Alternativ wäre es möglich, die Tour mit einem Fernbus zu unternehmen, was allerdings die Fähigkeit zur individuellen Reisegestaltung unter Umständen einschränkt.

Geführte Tour oder individuelle Planung?

Eine Wanderung in den Rocky Mountains ist in jedem Fall ein besonderes Erlebnis. Auf dem kaum zu überblickenden Gebieten ist vor allem die passende Orientierung stets von elementarer Bedeutung. Zu Beginn des Sommers bieten Park Ranger deshalb kleinere geführte Wanderungen zu den schönsten Plätzen des Gebirgszugs an, die sich wunderbar für einen Einstieg vor Ort eignen. Wer lieber direkt auf eigene Faust unterwegs sein möchte, sollte sich vor allem um ausreichendes Kartenmaterial bemühen und schon zu Beginn eine der zahlreichen Routen wählen. Neben den einfachen Tageswanderungen, welche Längen von bis zu 20 Kilometern erreichen, bieten sich natürlich genügend Pfade, um auch einen längeren Aufenthalt über mehrere Tage adäquat zu gestalten. Ein zentraler Ausgangspunkt für viele Wanderungen ist der große Bear Lake, welcher sich zentral in den Bergen befindet.

Wandern abseits der Massen

Für jeden passionierten Wanderer ist es eine Pflicht, einige Strecken außerhalb der populären Routen zu wählen. Viele der 3,3 Millionen jährlichen Besucher verzichten in geradezu klischeehafter amerikanischer Manier darauf, sich allzu weit vom Auto zu entfernen. Um den Besuchermassen etwas zu entkommen, sind die etwas abgelegenen Trails deshalb in jedem Fall geeignet. Um aber wirklich spektakuläre Bergpanoramen und Gletschermoränen zu entdecken, bieten Wege wie der Trail Ridge Road. Dieser führt an schroff in den Himmel ragenden Felsklüften und ruhigen Wiesen vorbei, die das facettenreiche Bild der Rocky Mountains vervollständigen. Oberhalb der Baumgrenze sind während den Sommermonaten zahlreiche seltene Wildblumen zu finden und der Blick in die bis zu 700 Meter abfallenden Schluchten verspricht einen besonderen Nervenkitzel, der ebenfalls den besonderen Charakter dieser Strecken dominiert.

Unterwegs auf 500 Kilometer Wanderwegen

Das absolute Kronjuwel der Rocky Mountains bleibt jedoch der Longs Peak , welcher von vielen Stellen des Nationalparks mit bloßem Auge zu entdecken ist. Mit einer Höhe von rund 4267 Metern überragt er alle anderen Berge und ist vor allem das Ziel von professionellen Wanderern und Kletterern. Entscheidend ist auch die richtige Ausrüstung, um sich abseits der Touristenmassen bewegen zu können. Dorthin kommen die "Flip-Flop-Touristen", wie sie von den Park Rangern scherzhaft genannt werden, schließlich nicht hin. Insgesamt führen mehr als 500 Kilometer Wanderwege durch den riesigen Park, der zum Wahrzeichen der Region geworden ist. Es ist wohl auch der besondere Kontrast zu hiesigen Wandergebieten, der die Rock Mountains für eine Fernreise so attraktiv macht.