23. Jan 2018

Richtig versichern für den Wanderurlaub im Ausland

 

Es ist nicht lange her, da war das Wandern noch als altmodisch verschrien. Aktuell zeigt der Trend allerdings in eine völlig andere Richtung, denn auch immer mehr junge Leute schnüren die Wanderstiefel und erkunden Berge, Wälder und malerische Flussauen per pedes. Insbesondere wer im Ausland wandert sollte aber den Versicherungsschutz nicht vergessen. Ohne entsprechende Krankenzusatzversicherung bleiben Wanderer im Fall der Fälle nämlich auf immensen Kosten sitzen.

Situation ohne Zusatzversicherung

Unfälle sind auch beim Wandern schnell passiert. Wenn es sich nicht bloß um einen umgeknickten Fuß, sondern gleich um einen Bruch handelt, kann es gerade im nicht-europäischen Ausland teuer werden. So kostet die stationäre Behandlung in den USA pro Tag beispielsweise rund 5.000 US-Dollar. Ohne eine Auslandsreisekrankenversicherung müssen Wanderer die Kosten größtenteils selber tragen, denn die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, wenn überhaupt, nur einen minimalen Anteil.

Deutlich besser, wenn auch nicht optimal, sieht es für Wanderer aus, die in EU-Ländern bzw. im EWR-Raum zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen. Bedingt durch das Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und diesen Staaten zahlt die Krankenkasse zumindest einen großen Teil der Kosten der im Urlaubsland üblichen Versorgung. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Privatpatienten, zumal nicht alle PKV-Tarife umfangreiche Auslandsleistungen beinhalten, wie ein Krankenzusatzversicherung-Vergleich zeigt.

Bergrettung und Rücktransport

Geschichten von Wanderern, die bei einer Bergwanderung unglücklich abrutschen und mit einem gebrochenen Knöchel in unwegsamem Gelände stecken bleiben, gehen des Öfteren durch die Medien. Um den Unglücksraben aus seiner misslichen Lage zu befreien, wird zur Bergung nicht selten ein Hubschrauber angefordert, auch wenn dies aus medizinischer Sicht nicht nötig wäre. Auf den Kosten für den Bergungseinsatz bleibt der Wanderer sowohl im In- als auch im Ausland allerdings sitzen, denn die bloße Bergung wird von der Krankenversicherung meist nicht bezahlt. Anders sieht dies bei einer medizinisch notwendigen Rettung mit dem Hubschrauber aus.

Da derartige Einsätze im Ausland natürlich nach den Abrechnungssätzen des jeweiligen Landes in Rechnung gestellt werden, können die Kosten nochmals deutlich höher ausfallen. Wer auf der sicheren Seit sein möchte, kümmert sich dementsprechend um eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie eine Krankenzusatz- bzw. Unfallversicherung. Somit ist sichergestellt, dass auch im Ausland neben Behandlungskosten auch Rettungs-, Bergungs- und Suchkosten sowie die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport übernommen werden.

Welche Zusatzversicherung ist die richtige?

Welche Auslandsreisekrankenversicherung und Unfall- bzw. Krankenzusatzversicherung die passende für Wanderungen im Ausland ist, hängt natürlich vom Zielland ab. Während die meisten Policen ganz Europa abdecken, sollten Reisende, die in den USA oder Kanada wandern möchten, einen genauen Blick darauf werfen, ob diese Länder auch tatsächlich von der Police abgedeckt werden.