Funktionale Oberbekleidung zum Wandern: Das effektive Fünf-Schichten-System

Zur Wanderausrüstung für Einsteiger gehört natürlich auch die passende Funktionskleidung. Egal, ob Sie eine einfache Tageswanderung bei schönem Wetter oder eine mehrtägige Bergtour mit nicht abschätzbaren Witterungsverhältnissen planen, die Wanderbekleidung trägt maßgeblich dazu bei, dass Sie bei Ihrer Wanderung auch wirklich Spaß haben werden. Die falsche Kleidung auszuwählen, ist einer der sechs größten Fehler beim Wandern, die gerade Anfängern immer wieder passieren. Die Kleidung sollte nicht zu warm, aber auch nicht zu dünn sein, damit Sie weder ins Schwitzen geraten noch frieren. Zudem ist es wichtig, dass sie regen- und windabweisend ist, sodass sie auch bei schlechtem Wetter trocken und warm bleiben. Die meisten Wanderer kleiden sich aus diesem Grund nach dem sogenannten Zwiebelprinzip in bis zu fünf Schichten ein. Je nach Temperatur und Witterung können Sie einzelne Schichten ablegen und sind damit jederzeit perfekt gekleidet. Erfahren Sie hier, welche verschiedenen Schichten es gibt, wofür sie jeweils gedacht sind und worauf Sie bei dem Kauf der Kleidung achten sollten.

regenjacke
Foto: wanderkompass.de / Sven Lägler

Schicht 1: Unterziehschicht - sorgt für Trockenheit und Wärme

Die Unterziehschicht ist vor allem bei extrem heißen und sehr kalten Temperaturen unverzichtbar. Es handelt sich dabei um das klassische Unterhemd, das für Wanderer jedoch neu erfunden wurde. Wanderunterhemden für den Sommer bestehen nicht aus Baumwolle, sondern aus elastischer Kunstfaser. Deshalb liegen die Hemden besonders eng am Körper an. Wenn Sie ins Schwitzen geraten, transportiert es die Feuchtigkeit schnell nach außen ab. Wählen Sie ein optisch ansprechendes Modell, denn dann können Sie das Unterhemd bei heißen Temperaturen einfach zum Top umfunktionieren. Im Winter sollten Sie ein Exemplar aussuchen, das aus einem dickeren Stoff besteht. Es soll bei kalten Temperaturen nicht nur dazu dienen, die Feuchtigkeit zu regulieren, sondern gleichzeitig vermeiden, dass Ihr Körper zu viel Wärme abgibt.

Schicht 2: Erste Zwischenschicht - zum Schutz vor Sonne und Kälte

Auch die erste Zwischenschicht erfüllt ihren Zweck sowohl im Sommer als auch im Winter. Bei kalten Temperaturen hält sie Sie angenehm warm, während sie im Sommer vor zu viel UV-Strahlung schützt. Die Rede ist vom beliebten Baumwollhemd, das durch einen lockeren Schnitt gekennzeichnet ist. Es ist dem normalen T-Shirt auf jeden Fall vorzuziehen. Dank seines Kragens wird Ihr Nacken vor der Sonne geschützt. Praktisch sind auch die längeren Ärmel, die Ihre Oberarme vor einem schmerzhaften und gefährlichen Sonnenbrand bewahren. Es ist möglich, das Hemd offen über Ihrer Unterschicht oder einem schlichten Langarmshirt zu tragen. Typisch für Wanderhemden ist der Karo-Look. Lange Zeit galt das Muster als Symbol für den konservativen Wanderer, mittlerweile hat es aber sein altbackenes Image verloren und ist deshalb im Sortiment vieler moderner Anbieter von Sportbekleidung zu finden. Eine große Auswahl für Damen und Herren gibt es zum Beispiel bei schoeffel.de. Hier werden verschiedene Materialien angeboten: Neben strapazierfähigen und luftigen Modellen aus Baumwolle hat der Onlineshop beispielsweise auch Varianten aus Kunstfaser im Angebot. Zudem können Sie sich zwischen kurz- und langärmligen Hemden entscheiden.

Schicht 3: Zweite Zwischenschicht - wirkt ergänzend und regulierend

Die zweite Zwischenschicht bildet ein leichter Pullover. Er kommt zum Einsatz, damit Sie auch beim Übergang zwischen schattigen und sonnigen Bereichen gut angezogen sind. Außerdem können Sie ihn schnell überziehen, wenn die Sonne abends langsam untergeht und es kühler wird. Wichtig ist, dass der Pullover klein und leicht ist, sodass er in Ihren Rucksack passt. Alternativ können Sie ihn auch um die Hüfte binden, bis er benötigt wird. Dünne Pullover und Jacken haben fast alle Outdoor-Ausstatter im Sortiment. Achten Sie bei dieser Zwischenschicht auf eine ansprechende Optik und einen modernen Schnitt, damit Sie den Pullover auch beim Zwischenstopp im Restaurant oder Café tragen können.

Schicht 4: Erste Außenschicht - hält angenehm warm

Als erste Außenschicht tragen die meisten Wanderer eine Jacke aus Wolle oder Fleece. Diese Schicht darf auf keiner Wanderung im Frühjahr, Herbst oder Winter fehlen. Sobald die Temperaturen empfindlich kühl werden, ziehen Sie sich einfach die Jacke über und sind wieder gut vor der Kälte geschützt. Die Jacke sollte einen etwas großzügigeren Schnitt aufweisen, damit die Unter- und Zwischenschichten auch darunter passen. Probieren Sie sie deshalb am besten Zuhause mit den entsprechenden anderen Kleidungsstücken an. Sofern die Jacke dann immer noch bequem sitzt, haben Sie die richtige Größe gefunden.

Schicht 5: Zweite Außenschicht - bewahrt vor Wind und Regen

Gerade im Herbst müssen Wanderer mit schlechter Witterung rechnen. In dieser Zeit ist es in den frühen Abendstunden bereits sehr kühl, aber auch tagsüber oftmals windig und regnerisch. Echte Wanderfans lassen sich von Regen, Wind und Kälte jedoch nicht abhalten, sondern wandern auch bei schlechtem Wetter. Auf einen Wind- und Regenschutz sollten Sie in der Herbstzeit aber nicht verzichten. Die letzte Schicht stellt daher eine regenabweisende Windstopper-Jacke dar. Sie sollte trotzdem ein gewisses Maß an Atmungsaktivität bieten, damit Sie bei steilen Anstiegen nicht zu stark ins Schwitzen kommen.