Via Alpina Roter Weg

Die Via Alpina – der Rote Weg
Der Rote Weg auf der Via Alpina ist eine Verbindungsroute, die durch alle acht Staaten führt. Insgesamt 161 Etappen warten hier auf Wanderer und Naturfreunde. Legt man den gesamten Roten Weg zurück, überquert man die Landesgrenzen auf einer Strecke von 2.455 km dabei ganze 44 Mal. Die Route beginnt in Triest und endet im Fürstentum Monaco. Direkt auf der Strecke oder in deren unmittelbarer Nähe finden sich bekannte Städte wie Innsbruck oder Feldkirch, deren Kultur- und Freizeitangebot jedem Besucher zur Verfügung stehen, aber auch abgelegene Dörfer, die durch ihren ganz besonderen Charme überzeugen. Freunde von Bergen und Gebirgen kommen auf dem Roten Weg der Via Alpina voll auf ihre Kosten. Die Strecke führt durch eine Vielzahl von Berggruppen, zu denen unter anderem die Dolomiten, die Zillertaler Alpen, das Allgäu und das Untere Piemont gehören. Fast alle auf der gesamten Via Alpina anzutreffende höchste Berge werden vom Roten Weg berührt. Dazu zählt der Mont Blanc ebenso wie die Zugspitze und die Drei Zinnen. Auf der gesamten Strecke lässt sich die Flora und Fauna der Alpenlandschaft so intensiv bewundern, wie auf keiner anderen Route.
Die Via Alpina und somit auch der Rote Weg durchquert Gebiete, die von unterschiedlichsten historischen und kulturellen Epochen geprägt wurden. Am Anfang der Route, im slowenischen Triest, finden sich Überbleibsel von römischen, slawischen und venezianischen Einflüssen, die von Touristen besichtigt werden können. Von Slowenien aus führt die Route nach Österreich, genauer, von Kärnten nach Osttirol. Dabei liegen unter anderem Hall und Innsbruck auf dem Weg. Danach folgen Deutschland, Liechtenstein, Italien, die Schweiz und Frankreich. In Monaco, wo der Rote Weg endet, warten nicht nur viele weitere Sehenswürdigkeiten wie der Place du Palais, sondern auch ein vielfältiges Freizeitangebot auf die Reisenden.
Die Etappen des Roten Weges der Via Alpina sind mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet. Das bedeutet, dass sie auch von unerfahrenen Wanderern zurückgelegt werden können. Die längsten Abschnitte sind ca. 9 Kilometer lang. Wanderer von durchschnittlicher Kondition benötigen dafür im Schnitt dreieinhalb Stunden. Auch wenn viele Berge und Gebirgsgruppen vom Roten Weg berührt werden, müssen meist keine sehr großen Höhenunterschiede bewältigt werden. Einige Etappen wie die R88 am Rande der Capanna d'Efra (Tessin/Schweiz) enthalten aber kleine steile Abschnitte.
44 Grenzüberquerungen sieht der Rote Weg der Via Alpina insgesamt vor. Dabei treffen Wanderer nicht nur auf eine interessante Abwechslung zwischen Landschaften, kleinen Dörfern und belebten Städten, sondern auch auf Überreste von Kriegsschauplätzen (ein Beispiel dafür ist der Schutzwall von Esseillon (Frankreich) auf der R 124). Diese erinnern daran, dass es in der Vergangenheit nicht immer nur friedlich zuging – die Via Alpina steht in diesem Fall auch als Beispiel für eine gelungene Völkerverständigung. Alle acht Staaten wirken gleichermaßen an diesem einmaligen Projekt mit.

