Selters

Die Verbandsgemeinde Selters gehört zum Bundesland Rheinlnd-Pfalz und umfasst auf einer Fläche von 111 qkm 21 Ortsgemeinden mit insgesamt rd. 17.000 Einwohnern. Sie bildet das landschaftliche Zentrum des Westerwälder Mittelgebirges zwischen Rhein, Lahn und Sieg, zwischen Seeplatte und Kannenbäckerland. Sie reicht im Süden an die Hauptverkehrslinie der A3 Köln-Frankfurt und ist über die Anschlussstellen Mogendorf (Dernbacher Dreieck) und Dierdorf verkehrsgünstig zu erreichen. Gut ausgebaute Landes- und Kreisstraßen sind an das regionale Verkehrsnetz angeschlossen.

Landschaft

Abwechselungsreiche Mittelgebirgslandschaften in Höhenlagen von 230 bis 475 m ü. NN. Besonders anziehend sind die mit wesentlichen Teilen zum Verbandsgemeindegebiet gehörende Westerwälder Seenplatte. Auf mehr als 400 m Höhe ü. d. M. liegen mitten im Herzen der hügeligen Hochplateaulandschaft des Westerwaldes sieben reizvolle Seen. Zwischen weitflächigen Wäldern, Wiesen und Feldern liegen sie in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Landschaftlich reizvoll sind aber auch die Täler des Saynbaches und des Holzbaches mit zahlreichen ausgebauten Wanderwegen, welche die Westerwaldlandschaft in ihrem noch ursprünglichen Charakter erschließen.

Wirtschaft

Leistungsstarke mittelständische Betriebe der Bereiche Maschinenbau, Holz-, Kunststoff- und Tonverarbeitung, der Textil-, Leder- und Freizeitindustrie sowie der Basalt-, Quarzit- und Trachytabbau kennzeichnen neben den über 170 Handwerks- und Gewerbebetrieben im wesentlichen die Wirtschaftsstruktur des Raumes. Die bedeutende Land- und Forstwirtschaft innerhalb der Verbandsgemeinde (4800 ha gemeindliche Waldflächen mit großen Laub- und Mischwaldbeständen und rd. 5000 ha landwirtschaftliche Nutzflächen) stellt eine gesunde wirtschaftsstrukturelle Ergänzung dar.

Geschichte

Anhaltspunkte für die frühe Bevölkerung dieses Raumes sind, neben wenigen Bodenfunden, die Ortsnamen, deren anerkannte Deutung die Vermutung zulässt, dass die Besiedlungswellen (nach der Völkerwanderung) um das Jahr 1000 fast abgeschlossen waren. Die Ergebnisse der archäologischen Forschung decken freilich eine vorgeschichtliche Siedlungstätigkeit auch im Bereich der Verbandsgemeinde Selters auf. Die Besiedlung ging, wie die des gesamten Westerwaldes und der anderen Höhengebiete des Landes, erst verhältnismäßig spät von den Randlandschaften an Rhein und Lahn aus. In der Römerzeit lag das Gebiet jenseits des Limes, im Mittelalter gehörte es zur Grenzzone Kurkölnischer und Kurtrierischer Einflüsse, die Raum ließen für Herrschaftsbereiche des einheimischen Adels, wie der Herren bzw. Grafen von Sayn, Westerburg, Wied und Nassau. Der Anteil der Konfessionen spiegelt noch heute die alten Territorialgrenzen wider: Wied und Sayn hatten sich der Reformation angeschlossen, während die Kurtrierischen und Isenburg-Grenzauer Landesteile katholisch blieben. Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fielen Teilgebiete an das Herzogtum Nassau, bei dem sie, abgesehen von geringen Änderungen, auch nach dem Wiener Kongress bleiben, untergliedert in sechs Ämter, darunter Selters mit 44 Gemeinden. Nach dem Anfall Nassaus an Preußen 1866/67 wurde die Ämterverfassung beseitigt; aus dem Herzogtum wurde der Regierungsbezirk Wiesbaden gebildet. Die Funktion der Ämter gingen auf den Landrat, im Falle des Amtes Selters auf den des Kreises Unterwesterwald über.

 

Unterkünfte

 

 

Verbandsgemeindeverwaltung Selters
Am Saynbach 5-7
56242 Selters / Westerwald Telefon +49 (0) 2626 / 76458
Telefax +49 (0) 2626 / 76420

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www.vg-selters.de