Wandern in Rennerod

Rennerod

Auf dem Dach des Westerwaldes

657 m über Normalnull – höher geht’s nun wirklich nicht mehr, selbst im Hohen Westerwald nicht. Doch wer vielleicht annimmt, auf der Fuchskaute sei die (zivilisierte) Welt zu Ende und nur noch Fuchs und Hase sagten sich dort oben gute Nacht, liegt falsch. Zahllose Wanderer und Naturliebhaber wünschen sich hier oben, wo sich die beiden Premium-Wanderwege Rothaarsteig und Westerwald-Steig kreuzen, einen guten Tag.

mehr weniger

Ein guter Tag kann es nur werden in der bezaubernden Hoch-Heidelandschaft rund um die Fuchskaute, wo man im Naturschutzgebiet ganz unvermittelt auf Kostbarkeiten wie wilde Orchideen und viele seltene Bergpflanzen stößt. Wo sich in der Nähe urige Felsen zu geheimnisvollen Gebilden formieren und an heidnische Kultstätten erinnern. Und wo sich die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen am lauschigen Dreiländereck begegnen.

Keinesfalls versäumen sollten Urlauber im Hohen Westerwald eine Wanderung durch die Holzbachschlucht zwischen Seck und Gemünden. Grandiose Bilder tun sich da auf, wenn Felswände 30 Meter hoch aufragen, das Wasser gurgelnd mächtige Steine umspült und Eschen und Ulmen sich in spitzen Winkeln herunterbeugen. Der Holzbach hat hier in Zehntausenden von Jahren geduldig und immerfort an seinem Bachbett gearbeitet, das sich nun als ein imposantes Naturschauspiel darbietet. Die Holzbachschlucht gehört zu den schönsten Bachdurchbrüchen des Westerwaldes und steht bereits seit dem Jahr 1929 unter Naturschutz. Im Hofgut Dapprich, zu dem zwei Drittel der Holzbachschlucht gehören und das alleine schon einen Besuch wert ist, lädt ein gemütliches Café zum Rasten ein. Um die Urtümlichkeit der Holzbachschlucht sicher genießen zu können, ist festes Schuhwerk für den Wanderer empfehlenswert.

Wo früher blökende Schafherden grasten und Schäferhunde über die wandelnden Wollknäuel wachten, kann heute ein Naturparadies bestaunt werden: die Wacholderheide bei Westernohe. Diese Landschaftsform war einst charakteristisch für weite Teile des Hohen Westerwaldes. Die Tiere weideten bevorzugt die ihnen „geschmacklich“ zusagenden Pflanzen ab und somit konnten dornige, scharfblättrige und harte Gewächse sich ungehemmt vermehren und ausbreiten. Doch gänzlich unwillkommen waren die „Weideunkräuter“, wie der Heide-Wacholder, nicht da diese häufig eine hohe Bedeutung als Hausmittel, als Fege- und Äsungsschutz, Räuchermittel und der Beeren wegen hatten.

Eingebettet in die flachkuppige Plateaulandschaft der Basalthochfläche liegt nordöstlich der Ortschaft Rennerod und südlich von Rehe die Krombachtalsperre. Mit einer Wasserfläche von 93 ha ist sie das größte Stillgewässer im Hohen Westerwald. Das Naturschutzgebiet Krombachtalsperre erhält seine naturschutzfachlich hohe Bedeutung mit seiner großen Wasserfläche vor allem im Frühjahr und im Herbst als regional bedeutsamer Rastplatz für Wasser- und Watvögel. Zwei Campingplätze mit Restaurants, Bademöglichkeiten mit Liegewiesen und einer Segel- und Surfschule sowie viele Wander- und Radwege perfektionieren das Erholungsgebiet. Zwischen Rennerod und Seck findet der Erholungssuchende im wunderschönen Naherholungsgebiet rund um die Secker Weiher einen weiteren ausgezeichneten Campingplatz mit großzügigen Liegewiesen und weitere gut ausgebaute reizvolle Wanderwege.

 

 

Unterkünfte

 

 

Tourist-Information „Hoher Westerwald“
Westernoher Str. 7a
56477 Rennerod

Telefon +49 (0) 2664 / 9939093
Telefax +49 (0) 2664 / 9931994

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www.hoher-westerwald-info.de