Wandern im Schwarzwald

Wandern im Schwarzwald

Herz.erfrischend.echt – der Schwarzwald

Ursprünglich, kontrastreich, entspannend, herausfordernd – dazu noch Wiesen, Wälder, Berge, Bauernhöfe, Bollenhut und Kirschtorte: Der Schwarzwald steht für eine Erlebniswelt ganz eigener Art, für den raschen Wechsel von sonnigen Rebhängen und schattigen Wäldern, Flusslandschaften und Hochmooren, steilen Schluchten und breiten Tälern. Neben dem Naturerleben machen mehr als 320 Schwarzwaldstädte, Winzerorte und Fachwerkdörfer Lust auf Schlendern und Shoppen. „Deutschlands schönste Genießer-Ecke“ im Dreiländereck zur Schweiz und zu Frankreich hat so viel zu bieten, wie kaum eine andere Ferienregion.

Wälder, Weine, weite Täler

Die 11.100 Quadratkilometer große Ferienregion im Südwesten Deutschlands ist gut 160 Kilometer lang und etwa 60 Kilometer breit. Das höchste und zugleich größte Mittelgebirge Deutschlands steht für so unterschiedliche Naturlandschaften wie den waldreichen Norden, den mittleren Schwarzwald mit seinen breiten Wiesentälern und den mit weiten offenen Flächen bis auf 1.493 Meter ansteigenden Süden. Doch der Schwarzwald macht flächenmäßig nur etwa zwei Drittel der Ferienregion im Südwesten Deutschlands an der Grenze zu Frankreich und Schweiz aus. "Schwarzwald“ – das sind touristisch gesehen auch die weiten grünen Hochebenen der Baar im Osten und die Weinberge im Westen und Süden: Ob Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Tuniberg, Kaiserstuhl oder Markgräfler Land – gut 90 Prozent der badischen Weine sind „Schwarzwälder“.

Naturerlebnis für Aktive

Mit mehr als 70 Gipfeln über 1.000 Meter ist die Ferienregion die landschaftlich vielfältigste in Deutschland. Der stete Wechsel von Berg und Tal ist ein klimatischer Pluspunkt: Im Südwesten liegen so viele Luft- und Heilklimakurorte wie nirgendwo sonst in Deutschland. Im Sommer sind es die Wanderer und Nordic-Walker, die die weiten Ausblicke über die Schwarzwaldberge genießen. Im Winter bietet sich ambitionierten Skifahreren, Winterwanderern, Snowboardern, Snowkitern und Schneeschuhfreunden mancherorts noch eine Winterwunderwanderwelt. Ob Rheinauen, Reblandschaften, weite Täler, hohe Aussichtsberge oder bewaldete Bergrücken – von Frühjahr bis Herbst fühlen sich Wanderer, Radfahrer und Mountainbiker, „Autowanderer“ und kurvenfreudige Motorradfahrer im Schwarzwald besonders wohl.

Zu Fuß ins Glück

Mehr als 24.000 Kilometer Wanderwege sind im Schwarzwald einheitlich ausgeschildert. Die Schilder zeigen die Entfernungen zum nächsten Ziel, weisen auf Einkehrmöglichkeiten hin, nennen die nächsten Bushaltestellen und Bahnhöfe. Das erleichtert die Orientierung enorm. Mit dem 285 Kilometer langen Westweg ist die Ferienregion stolz auf einen der ältesten und attraktivsten Fernwanderwege Deutschlands. Schon 1900 wurde vom Schwarzwaldverein der legendäre „Westweg“ über 285 Kilometer von Pforzheim im Norden über die schönsten Schwarzwaldhöhen nach Basel im Süden angelegt und beschildert. 2007 Jahr erhielt der Westweg vom Deutschen Wanderverband als erster Fernwanderweg in Baden-Württemberg die Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. 13 Westweg-Portale aus heimischen Materialien an markanten Stellen des Weges informieren Wanderer über Sehenswürdigkeiten der Umgebung und sind eine der neuen Attraktionen entlang der Strecke.

Seit 2008 gibt es zwei weitere „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“. Auf dem 118 Kilometer langen Schluchtensteig im Süden führen die Etappen durch fünf Schluchten und über wunderschöne Aussichtspunkte. Der Seensteig bei Baiersbronn im nördlichen Schwarzwald fasziniert auf 84 Kilometern mit Seen und Wasserfällen, dichten Nadelwäldern und Panoramastrecken. Wie beim Schluchtensteig sind auch hier einige Höhenmeter zu packen.

Weiteres Plus: Mehr als 130 zertifizierte „Qualitätsgastgeber“ entlang der Wege haben sich besonders auf Wanderer eingestellt. Sie packen Lunchpakete für Wanderer, haben Trockenräume für Ausrüstung und Kleidung und bieten Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft.

Wieso, weshalb, warum?

Wo versteckt sich der scheue Auerhahn? Wie kommt eine Schwarzwaldtanne zum Meer? Was ist für Tiere Glück? Das  und viel mehr erfahren große und kleine Wanderer auf den Themen- und Erlebnispfaden unserer Ferienregion. Themenwege erzählen Geschichten zur Kultur der Region oder machen neugierig auf die Besonderheiten am Weg. Auf Themenpfaden wird das Auge für die Besonderheiten der Natur und die Kulturlandschaften geschärft. Denn auch in freier Natur gilt: Man sieht nur, was man weiß. Mal geht es um Bienenfresser, mal um dicke Weidbuchen. Andere führen zu alten Mühlen oder Glashütten, verlassenen Steinbrüchen oder zu seltenem Gestein. Oder sie gehen den Märchen von Feen nach oder widmen sich philosophischen Gedanken.

Eher auf aktives Mitmachen setzen dagegen Erlebnispfade. Weshalb sie sich noch besser für gemeinsame Unternehmungen mit kleinen Unruhegeistern eignen. Erlebnispfade fordern Geschicklichkeit, Ausdauer und Entdeckerlust heraus: Abenteuerlustige krabbeln über Baumstämme oder klettern sogar in Wipfel, Eltern und Kinder messen sich spielerisch beim Weitsprung, sie musizieren auf Holzxylophonen oder bauen gemeinsam Staudämme. Die Erlebnispfade sind meist als Rundwege angelegt und nur wenige Kilometer lang. Sie locken mit Namen wie „Schlühüwana“, „Wichtelpfad“, „Glücksweg“ oder „Zauberweg“ und versprechen Kurzweil für Groß und Klein.

Geschmacksvielfalt in der Genießer-Ecke

Die Ferienregion gilt aber nicht nur wegen ihrer ihrer landschaftlichen Reize als „Deutschlands schönste Genießer-Ecke“, sondern weil in den Küchen selbst einfacher Dorfgasthöfe wahre Kenner arbeiten. Ein sicheres Indiz dafür sind die gut 400 Restaurants und Gasthöfe der Region, die in den aktuellen Gourmet- und Gastroführern mit Sternen, Hauben, Diamanten, Feinschmecker-Symbolen oder Kochlöffeln ausgezeichnet sind. Zwar gibt es lukullische Schwerpunkte wie Baiersbronn, Baden-Baden oder den Kaiserstuhl mit besonders vielen Sternen von Michelin und Kochmützen von Gault Millau. Diese Auszeichnungen verteilen sich jedoch genauso über die gesamte Region wie Varta-Diamanten und Aral-Kochlöffel.

Selbst in vielen Dorfgasthöfen kann man die herzhafte Raffinesse der badischen Küche mit ihren elsässischen, schwäbischen und schweizerischen Einflüssen in köstlichen Variationen genießen. Schwarzwaldforelle im Heubett, Bratkartoffeln mit Bibiliskäs, Rehrücken "Baden-Baden" oder Schwarzwälder Kirschtorte lassen einen ganz normalen Urlaubstag schon zum kulinarischen Ereignis werden. Typisch für die Region sind im Gebirge die Berg-Vesperhütten und in den Weinberg-Regionen die Straußwirtschaften. Hier servieren die Wirte oft einfache regionale Küche und schenken in den Straußwirtschaften eigene Weine aus. Hier sitzt man nah beinander, tauscht die schönsten Einkehr-und Wandertipps aus und genießt die ungezwungene Atmosphäre.

Im Gault Millau Baden-Württemberg ist der Schwarzwald besonders oft mit seinen heimeligen Gasthöfen, der Spitzengastronomie, den Winzerbetrieben und lokalen Produzenten präsent.

KONUS - kostenlos Busse und Bahnen nutzen

Im Urlaubsort ankommen, Auto stehen lassen und ohne Parkplatzsorgen zur nächsten Wanderung, zum Einkaufsbummel und Eis fahren: Bei gut 6000 Gastgebern und mehr als 110 Ferienorten können Urlauber mit der KONUS-Gästekarte während des Urlaubs kostenlos Busse und Bahnen in der gesamten Ferienregion nutzen.

Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist ein wichtiger Aspekt für Wanderer: Nicht jeder will heute jedes Wetter durchstehen müssen. Notfalls weicht man gerne auf Bus und Bahn aus. Dem trägt auch die Wanderkarte „Der Westweg mit Bus und Bahn“ Rechnung. Sie zeigt, wie man vom Etappenziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Ausgangspunkt zurückkommen kann. Besonders günstig ist das für Wanderer, welche nur tageweise den Westweg kennen lernen wollen. Auch die Etappenorte des Schluchtensteiges wurden so gelegt, dass sie alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die neun Verkehrsverbünde in der Ferienregion Schwarzwald geben zusätzlich Wander- und Urlaubstipps mit Bus und Bahn heraus.

Abschalten und eintauchen: Broschüren für Erlebnisurlaub

Wanderprospekt portraitiert Regionen und stellt Wanderangebote vor. Wandern – vitalisierend und zugleich entspannend soll das große Angebot für Wanderurlauber sein. Auf fast 80 Seiten stellt der Prospekt die wichtigsten der 24.000 Kilometer Wanderwege vor, portraitiert die Regionen, nennt die Adressen von Gastgebern und Info-Stellen und stellt die interessantesten Pauschalangebote vor.

Für Individualisten mit Rucksack: Tagestouren und Weitwandern

"Unterkünfte am Westweg" und "Der Westweg mit Bus & Bahn" sind zwei Flyer für die Westentasche zum beliebtesten Fernwanderweg im Südwesten. Sie ergänzen die ebenfalls noch lieferbare Westweg-Broschüre um wertvolle Tipps für alle, die sich die 285 km lange Wanderung über die schönsten Schwarzwaldhöhen individuell einteilen wollen oder geben hilfreiche Planungs-Infos, wie man mit Bus und Bahn abends wieder an den Ausgangspunkt einer Tagesetappe zurückkommen kann.

Abenteuer Naturparke

Erlebnis Naturparke hebt ab auf die herausragende Naturlandschaft im Südwesten. Neben Informationen zu den beiden Naturparken des Schwarzwaldes finden sich auf mehr als 70 Seiten Tipps, Adressen und Empfehlungen für einen naturnahen Urlaub. Den Prospekt gibt es auch in einer französischen und englischen Übersetzung.

Auf Weinbergwegen von Winzerort zu Winzerort

Auf Weinwanderwegen erschließt sich die Region dem Genießer noch intensiver. Von Gernsbach im Murgtal führt der „Ortenauer Weinpfad“ gut 120 Kilometer weit Richtung Süden nach Diersburg südlich von Gengenbach. Das „Markgräfler Wiiwegli“ verbindet über 81 Kilometer Weil am Rhein mit Freiburg. Man wandert durch Rebberge, trinkt seinen Wein beim Winzer und übernachtet in heimeligen Dörfern. Die vier Tagesetappen, der Wein, die Region und Tipps zu Sehenswürdigkeiten am Weg sind lebendig und eindrucksvoll im Führer zum Markgräfler Wiiwegli beschrieben. Auf 32 Seiten nennt die Broschüre auch Einkehr- und Übernachtungsadressen. Für den Ortenauer Weinpfad gibt es ein Faltblatt mit Karte, Adressen der Tourist-Infos und Sehenswürdigkeiten.