Rheinsteig Etappe 17

Rheinsteig

Es gibt Gipfel, denen haftet ein mächtiger Mythos an: Der Watzmann gehört dazu, der Brocken – und auch die Loreley. Seit Clemens von Brentano der holden Lore auf dem Ley (Felsen) Leben einhauchte, ist der Aussichtspunkt über der engsten Stelle des Rheines ein Exportschlager erster Güte. Das güldene Haar der Jungfrau hat das Rheintal bis in die entferntesten Gegenden des Globus bekannt gemacht, das Lied von der Loreley ist längst ein Evergreen.

Doch vor das Lied haben die Rheinsteig-Planer die Leistung gesetzt. Die Königsetappe der gesamten Strecke (keine andere ist länger und addiert mehr Höhenmeter auf) startet mit einem steilen Aufstieg zum Patersberg, wo man am Dreiburgenblick die Postkartenansicht genießt, bevor es wieder steil hinuntergeht nach St. Goarshausen. Zeit zum Ausruhen bleibt kaum, denn der Rheinsteig führt nun hinauf zum Ortsteil Heide. Von dort aber flugs hinüber zum Loreley-Besucherzentrum mit Museum und Mystikraum. Es folgen noch ein paar Treppenstufen, bis man endlich auf dem sagenumwobenen Felsen steht, 125 Meter über dem Normalpegel des Stromes.

Hat man die Aussicht lange genug genossen, läuft man hinüber zum Startpunkt des Weinlehrpfades Loreley und gelangt am Leiselfeld zum Geländeplateau. Was folgt, lässt sich nur schwer beschreiben, man muss es erleben: Spektakuläre Aussichtspunkte an der Spitznack, der Felsenkanzel, dem Fünf-Seen-Platz und der Waldschule. Danach heißt es erst einmal wieder absteigen ins Urbachtal und jenseits erneut hinauf zur Alten Burg. Ganz in der Nähe beginnt ein schmaler Pfad, der sich eng an den Hang schmiegt. Er führt zu den Rosssteinen, herrlichen Aussichtsfelsen gegenüber von Oberwesel. Nun sind es nicht mehr viele Höhenmeter hinauf zum Geländeplateau, auf dem Dörscheid liegt. Dort beginnt der lange Abstieg in den steil terrassierten Weinbergen von Kaub mit herrlichem Blick auf die Zollburg Rheingrafenstein.

 

 

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