Lechweg

Von der Quelle bis zum Fall - wandern auf dem Lechweg

Der Lechweg ist ein bekannter und beliebter Weitwanderweg, der sich durch Teile Deutschlands und Österreichs erstreckt und sich am Verlauf des Lech orientiert. Wanderer haben hier auf knapp 120 Kilometern die Möglichkeit, die beeindruckende Flusslandschaft auf eigene Faust zu entdecken und so unvergleichliche Eindrücke von der unberührten Natur zu gewinnen.

Die ersten Etappen auf dem Lechweg

Auf dem Lechweg zu wandern bedeutet, den Verlauf des Flusses von der Quelle bis zum Fall zu verfolgen. Die erste von insgesamt 15 Etappen beginnt daher im Lechquellgebiet und führt den naturverbundenen Wanderer vom Formarinsee bis nach Lech am Arlberg. Auf 14 Kilometer Länge können die "ersten Schritte" des Lech mitverfolgt werden. Die darauf folgenden Abschnitte beinhalten malerische Panoramawege, die zum Verweilen und Fotografieren einladen. Das Lechtal überzeugt durch eine eindrucksvolle Flora und Fauna, die das Herz eines jeden Naturliebhabers höherschlagen lässt. Auf der vierten Etappe des Lechwegs wartet dann eine der Attraktionen: Die mit 200 Metern längste Fußgängerhängebrücke Österreichs ist nur etwas für schwindelfreie Wanderer. Insgesamt gilt diese Etappe als anspruchsvoll; es sollte daher auf eine gute körperliche Verfassung und die entsprechende Wanderausrüstung geachtet werden.

Kultur und Natur auf dem Lechweg

Der fünfte und sechste Abschnitt des Lechwegs bieten erschöpften Wanderern zunächst Zeit zum Entspannen und warten mit Sehenswürdigkeiten wie der Geierwally Freilichtbühne oder der Heilquelle Otterbach auf. Es wird deutlich: Auch geschichts- und kulturinteressierte Menschen kommen beim Wandern auf dem Lechweg ganz auf ihre Kosten. Parallel kann beobachtet werden, wie der Lech selbst immer breiter wird und sich seinen Weg durch die größtenteils unberührte Natur bahnt. Auf Etappe Nummer Acht haben Wanderer von April bis November die Gelegenheit, den Doser Wasserfall zu besuchen, der einer Legende zufolge von einem Drachen kontrolliert wird. Abschnitt Neun führt nach Vorderhornbach, wo sich die Landschaft langsam verändert und unter anderem in einen malerischen Buchenwald übergeht.

Eine reißende Flusslandschaft

Auf der elften Etappe des beliebten Weitwanderwegs bekommen Wanderer plötzlich einen anderen Eindruck von dem Lech, der sich nun in einen wilden und reißenden Fluss verwandelt. An seinen Ufern brüten zahlreiche Wasservögel, die sich bei einer kleinen Rast gut beobachten lassen. Jeder Abschnitt des Lechwegs bietet übrigens mehrere Möglichkeiten zur Einkehr in die gastronomischen Betriebe, die sich oftmals direkt am Wegesrand finden. Einige Kilometer weiter, auf der 14. Etappe, wird es noch einmal anspruchsvoll, bevor die 15. und letzte Etappe schließlich am eindrucksvollen Lechfall endet. Die 120 Kilometer des grenzüberschreitenden Weitwanderweges lassen sich bei gemütlichem Wandertempo in knapp acht Tagen zurücklegen. Die Strecke ist jährlich von Mai bis Oktober begehbar. Auf diesem Weg nehmen Wanderer bleibende Eindrücke von wunderschöner Natur und weiten Flusslandschaften mit, die noch lange nach dem eigentlichen Wandern im Gedächtnis bleiben. Wer den Lechweg besucht, entflieht dem Alltag und taucht in eine ganz andere Welt ein, die ihresgleichen sucht.

Wegemanagement, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks
Der Lechzeg ist in 8 (Tages)Etappen eingeteilt, kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Alle Etappen mit Wegbeschreibung, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks in den Formaten *.ovl (TOP50), *.gpx (Garmin) und *.kml (Google Earth) zum kostenlosen download. Viel Spass beim wandern auf dem Lechweg.

Wanderkarte