Sauerland-Höhenflug Etappe 7

Sauerland-Höhenflug Etappe 7 (Altena - Korbach)

Sauerland-Höhenflug Etappe 7: Altastenberg - Hallenberg

Die Etappe beginnt am Wanderparkplatz an der K 75, der von Altastenberg in Richtung Wanderparkplatz Großes Bildchen fahrend nur wenige Meter hinter der Ortsausfahrt Altastenberg liegt. Sie befinden sich hier direkt auf dem Sauerland-Höhenflug. Folgen Sie dem Sauerland-Höhenflug nun in Richtung Altastenberg/Kahler Asten/Renauwiesen. Altastenberg ist mit 809 m der höchst gelegene Ort in Nordrhein-Westfalen und hat sich längst zum Heilklimatischen Kurort entwickelt. Der Sauerland-Höhenflug geht nicht direkt durch den Ortskern, sondern streift nur den nördlichen Randbereich von Altastenberg. Von hier führt der Weg zuerst über die Renauwiese mit Schutzhütte und dann in das idyllische Renautal. Ein Holzsteg bringt Sie hier trockenen Fußes durch die feuchten Niederungen. Leicht ansteigend über naturbelassene Pfade und entlang eines Lehrpfades vom Naturpark Rothaargebirge verläuft der Weg bis zum Parkplatz unterhalb des Nordhangs (Vorsicht beim Überqueren der L 640!). Hier trifft der Sauerland-Höhenflug auf den Rothaarsteig und verläuft mit im parallel über einen Pfad hinauf auf den Kahlen Asten. Der Kahle Asten ist mit 841,9 m der dritthöchste, aber wohl der bekannteste Berg Nordrhein-Westfalens (hören Sie dazu den Podcast vom Sauerland-Höhenflug!).

Der Turm beherbergt neben einem Berggasthof auch eine naturkundliche Ausstellung und eine meterologische Station des Deutschen Wetterdienstes. Von der Aussichtsplattform genießt man eine herrliche Aussicht weit über das Sauerland hinaus! Über den Kahlen Asten verläuft der Heidelehrpfad, der den Wanderer u.a. über die seltene und gefährdete Natur auf dem Kahlen Asten informiert. Die Vegetation besteht vorwiegend aus Heidekraut, Borstgras und Heidelbeere. Bäume wachsen in dem rauen Klima kaum. Diese Hochheide ist ein heute selten gewordener Lebensraum, hier brütet u.a. der Baum- und Wiesenpieper und ist daher als Naturschutzgebiet mit internationaler Bedeutung (FFH-Gebiet) unter Schutz gestellt. Unternehmen Sie auf dem Kahlen Asten noch einen kurzen Abstecher zur Lennequelle, bevor Sie den Abstieg in Richtung Mollseifen antreten (der Höhenflug quert kurz den Parkplatz unterhalb des Aussichtsturmes. Vorsicht: Der Einstieg vom Parkplatz   auf den Pfad des Sauerland-Höhenfluges ist schwierig zu erkennen!). Steil bergab führt der Höhenflug bis zum Helleplatz, überquert diesen und führt nun bis in das idyllisch und ruhig gelegene Walddorf Mollseifen. Unterwegs passiert der Weg eine imposante geologische Verwerfung, die die faszinierende und gewaltige Urgewalt der Erde erlebbar macht. Wer nicht auf dem Kahlen Asten eingekehrt ist, der sollte sich in Mollseifen für die weitere Wanderung stärken, denn eine weitere Einkehrmöglichkeit besteht auf dieser Etappe bis Hallenberg nicht. In Mollseifen passiert der Höhenflug die Skihütte, biegt dann beim Wanderkreuz links in einen Fichtenwald ein.

Der Weg steigt zuerst an, verläuft durch eine Kyrillfläche wieder hinab bis zum Wegekreuz Lose Holz, um dann durch Buchen-Jungwuchs, dessen Zweige einen herrlichen Baldachin bilden, bis auf den Gipfel des Siebenahorn wieder anzusteigen. Hier oben auf 690 m befindet sich das Femegericht Freie Stuhl, eine alte Gerichtsstätte, bei der zwischen 1375 und 1580 Verbrechen wie Mord, Raub oder Meineid verhandelt wurden (hören Sie dazu den Podcast vom Sauerland-Höhenflug!). Sieben Ahorne wurden als Erinnerung an diesen historischen Platz gepflanzt. Ein Rastplatz lädt zu einer Pause ein. Über naturbelassene Pfade, vorbei an den lichten Wäldern des Naturschutzgebietes um Oster- und Moselkopf führt der Höhenflug zur Ziegenhelle. Der Gipfel ist über einen schmalen, steilen Pfad zu erreichen. Auf der Ziegenhelle empfangen den Wanderer eine Schutzhütte sowie ein 13 m hoher Aussichtsturm. Bereits im 19. Jahrhundert gibt es erste Erwähnungen, dass es ein Turmbauwerk auf der 815 m hohen Ziegenhelle gibt. Der heutige Aussichtsturm wurde allerdings erst im Jahr 2011 eingeweiht, nachdem der vorherige Turm aus Gründen der Sicherheit abgerissen wurde. Von der Aussichtsplattform genießt man einen herrlichen Panoramablick. Insbesondere der Kahle Asten und die Sprungschanze bei Winterberg sind als Landmarken sehr gut zu erkennen. 

Auch der weitere Wegeverlauf bis zum dritten Aussichtsturm, dem Heidkopfturm, ist geprägt von ruhigen, naturbelassenen Pfaden. Der Heidkopfturm befindet sich auf dem Gipfel des 703 m hohen gleichnamigen Berges. Der Heidkopf bildet den östlichsten Ausläufer des Massivs der Ziegenhelle und ist gleichzeitig die Nahtstelle zur Medebacher Bucht. Von seiner Aussichtsplattform bietet sich ein fantastischer Panoramablick über Teile des Rothaargebirges, auf Hallenberg und Teile der Medebacher Bucht, hinüber zum Kellerwald und Habichtswald. Durch Wälder führt der Weg steil bergab in Richtung Hallenberg. Oberhalb von Hallenberg genießt man noch einen letzten Ausblick auf Hallenberg selber und den weiteren Verlauf des Höhenfluges in Richtung Medelon auf der gegenüberliegenden Bergseite. Der Sauerland-Höhenflug verläuft direkt durch den historischen Stadtkern von Hallenberg (hören Sie dazu den Podcast vom Sauerland-Höhenflug!). Gerade das Fachwerk-Ensemble rund um die Pfarrkirche St. Heribert mit dem Petrusbrunnen und dem Kump ist beeindruckend. Die Etappe endet am Heinrich-Hugo-Platz an der B 236. Hier befindet sich neben Parkmöglichkeiten auch eine Bushaltestelle.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 23.8 km Bergauf: 661 m Höchster Punkt: 837 m
  Höhenmeter: 445 m Bergab: 1020 m Tiefster Punkt: 392 m