Sauerland-Höhenflug Etappe 11

Sauerland-Höhenflug Etappe 11 (Altena - Korbach)

Sauerland-Höhenflug Etappe 11: Düdinghausen - Korbach

Die Etappe beginnt an der Kirche in Düdinghausen (hören Sie dazu den Podcasts des Sauerland-Höhenfluges!). Direkt gegenüber der Kirche befindet sich das Heimathaus „Pastoren Scheune“, ein kleines Dorfmuseum mit „Dreggestobe“ (historischer Drechselstube), welches mit einem immensen Einsatz der Dorfbevölkerung eingerichtet wurde. Der Sauerland-Höhenflug führt entlang der Kirche hinab bis zur L 854. Hier befindet sich der Borghagensteinbruch, an dem sich faszinierende Gesteinsfaltungen aus der Erdgeschichte beobachten lassen. Gleichzeitig erfährt man auf einer Tafel , welche Meerestiere in der Unterkarbon-Zeit (vor etwa 320 Mio. Jahren) hier gelebt haben. Mit etwas Glück kann man sogar Fossilien finden.
Der Höhenflug überquert nun die Landstraße und führt über einen historischen Kreuzweg durch einen herrlichen Laubwald hoch hinauf bis zur Auferstehungskapelle auf dem Kreuzberg. Der Anstieg von 460 m auf über 530 m ü. NN ist zwar anstrengend, doch die Mühe wird mit einem wunderbaren Panoramablick weit über Düdinghausen belohnt. Eine Panoramatafel erklärt die zu sehenden Landmarken. Nur wenige Meter unterhalb der Auferstehungskapelle befindet sich ein Parkplatz. Hier kann jeder parken, dem der Aufstieg über den Kreuzweg von Düdinghausen zu anstrengend ist.

Der Wanderweg führt nun über den Sehlerberg mit schöner Aussicht bis in das Tal des Flusses Katmecke. Entlang des Flusses führt der Sauerland-Höhenflug bis in das Örtchen Nieder-Schleidern. Das nur ca. 170 Einwohner zählende Dorf hatte in der Vergangenheit unter der Lage im umstrittenen Grenzgebiet zwischen dem katholischen Kurköln und dem protestantischen Waldeck stark zu leiden. Wie groß der Zwist zwischen den Konfessionen war belegt auch die Existenz von zwei Kirchen in Nieder-Schleidern. Der Höhenflug führt weiter abwechslungsreich entlang des Flusses Ogge. Ganz in der Nähe des Wanderparkplatzes „Raumbergteich“ mit Angelmöglichkeit, Kinderspielplatz und Grillstelle überquert der Wanderweg den Fluss, führt durch das romantische Aar-Tal unterhalb des Berges Sengelscheid und überquert wieder das kleine Gewässer über eine Holzbrücke. Ganz in der Nähe des Steges befinden sich die Reste eines Pochwerkes. Hier wurde das im Eisenberg gewonnene Erz zertrümmert und das wertvolle Gold ausgewaschen. Denn der Eisenberg bei Goldhausen ist eine wahre Schatzkammer und zählt zu Deutschlands ergiebigster Goldlagerstätte. Zwischen dem 11. Jahrhundert und etwa 1617 wurde hier in mühevoller Handarbeit ein 900 m langer, 12 m breiter und 9 m tiefer Tagebau angelegt. Am östlichen Fuß des Eisenberges liegen große Waschhalden, wo Gold aus dem Gestein gewaschen wurde. Fast 1,5 Tonnen Gold wurde hier in 500 Jahren gewonnen (hören Sie dazu den Podcasts des Sauerland-Höhenfluges!). Heute ist die Lagerstätte allerdings erschöpft und 2003 wurde ein Besucherbergwerk eingerichtet.

Auf der Spitze des Eisenberges steht der zum Gedächtnis an den Fürsten von Waldeck 1905 errichtete Georg-Viktor-Aussichtsturm, von dem Sie einen herrlichen Rundumblick u.a. bis zum Herkules bei Kassel und dem Aussichtsturm auf dem Dommel bei Willingen genießen können. Auch hier erklären Panoramatafeln die Punkt in der Landschaft. Neben dem Besucherbergwerk und dem Aussichtsturm kann auf dem Eisenberg auch noch die Reste eines Schlosses besichtigt werden. Das ehemalige Grafenschloss wurde 1649 nach Blünderungen und Brand von der gräflichen Familie aufgegeben und seit dem 18. Jahrhundert als Steinbruch genutzt. Erst zwischen den Jahren 1974 und 1986 wurden die Reste des einstigen Schlosses wieder freigelegt. Über einen alten Hohlweg steigt der Höhenflug vom Eisenberg hinab zum Einstiegsportal. Über diesen „Arme-Sünder-Weg“ wurden Verurteilte einst zur Hinrichtungsstätte auf dem Klusenberg bei Goldhausen geführt. Am Einstiegsportal endet die Etappe als auch der Sauerland-Höhenflug. Ein 4,5 km langer, schwarz markierter Zugangsweg bringt Sie vom Einstiegsportal in die Innenstadt von Korbach. Der Weg lohnt sich, denn die „Goldstadt“ Korbach verfügt über eine herrliche Altstadt. Mittelalterliche Festungsanlagen, steinerne Lagerhäuser, prächtiges Fachwerk, gotische Kirchen und das Rathaus mit Roland erwarten Sie in Hessens einziger Hansestadt.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 14.3 km Bergauf: 312 m Höchster Punkt: 546 m
  Höhenmeter: 173 m Bergab: 379 m Tiefster Punkt: 373 m