Via Alpina

Via Alpina - der Alpenklassiker

Die Via Alpina zählt nicht umsonst zu den schönsten und spektakulärsten europäischen Wanderwegen. Wo sonst kann man auf seiner Wanderung gleich acht Länder durchstreifen und auch noch „ganz nebenbei“ einen Eindruck von deren Kultur sowie der vielfältigen Flora und Fauna der Alpen gewinnen? Dabei ist die Via Alpina weit mehr als nur eine Wanderroute. Sie wird auch als roter Faden durch die verschiedenen Regionen bezeichnet, wovon diese ebenso profitieren wie die zahlreichen Wanderer, die sie jedes Jahr besuchen. Als internationales Projekt, das von allen acht Staaten gleichermaßen unterstützt wird, steht auf der Via Alpina der Naturschutz ebenso im Vordergrund wie das Wohlergehen der Besucher.

Insgesamt 342 Etappen erstrecken sich im Zuge der Via Alpina auf mehr als 5.000 Kilometer. Dabei werden Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Liechtenstein, Frankreich, Slowenien und Monaco durchquert. Die gesamte Via Alpina ist jährlich vom 1. Juli bis zum 15. September begehbar. Die Strecke liegt zwischen 0 und 3.000 Höhenmetern und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. So kann sie problemlos auch von weniger erfahrenen Wanderern, Familien oder Senioren bewältigt werden, denn sie verzichtet gänzlich auf steile Passagen. Wer sich nicht alleine auf die Strecke wagen möchte, kann an einer organisierten Wanderung mit anderen Gleichgesinnten teilnehmen.

Die Via Alpina ist in fünf Wanderwege unterteilt, die mit verschiedenen Farben gekennzeichnet sind. Jeder von ihnen durchquert ein Teilgebiet der gesamten Strecke. Die Wege sind in sehr gutem Zustand und in regelmäßigen Abständen farblich gekennzeichnet: So kann wirklich nichts schiefgehen. Bei der Festlegung der Strecken wurde darauf geachtet, dass die Via Alpina immer an den wichtigsten und bedeutsamsten Kulturgütern vorbeiführt. Auf diese Weise können sich die Regionen von ihrer besten Seite präsentieren. Ebenso werden insgesamt 9 Nationalparks und 22 Naturschutzgebiete durchquert: Wanderer wie Einheimische sind selbstverständlich angehalten, diese zu respektieren. Kultur, Naturschutz und Völkerverständigung werden auf der Via Alpina großgeschrieben.

Am Ende jeder Tagesetappe finden müde Wanderer auf der Via Alpina gastfreundliche Restaurants und Unterkünfte, in die sie einkehren können. Aber auch unterwegs stehen in regelmäßigen Abständen Lokalitäten und Geschäfte zur Verfügung, sodass es auf der Strecke an nichts mangeln muss. Die Wege sind bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und überschneiden sich nicht selten mit anderen alpinen Wanderstrecken – so lassen sich auch Gebiete außerhalb der festgelegten Wanderrouten entdecken. In vielen Orten entlang der Via Alpina wird während der Saison ein regionales Rahmenprogramm geboten: Festlichkeiten und Veranstaltungen laden auch Besucher dazu ein, am Leben der Alpenbewohner teilzuhaben.

Interessierte Wanderer und Naturliebhaber können sich bereits online über den Verlauf der Wanderwege und die Via Alpina allgemein informieren oder auch eine eigene Wanderroute virtuell festlegen (www.via-alpina.org). Ganz egal, ob Sie sich für einen Teilabschnitt oder gleich die ganze Via Alpina entscheiden: Die traumhafte Alpenlandschaft und die verschiedenen regionalen Charakteristika sind in jedem Fall eine Reise wert.