Wandern in der Eifel

Wandern in der Eifel

Eifel - Lust auf Natur

Auf dem Gebiet des Nationalparks Eifel erstreckte sich vor 400 Millionen Jahren ein Flachmeer, in dem sich große Mengen an Ton als Sedimente ablagerten. Während der Zeit des Oberkarbons – vor etwa 300 Millionen Jahren – wurden diese Sedimentschichten zum sogenannten „variscischen Gebirge“ aufgefaltet und hochgeschoben. Durch den hohen Druck entstand aus Tonstein der in der Eifel so häufig vorkommende Schiefer. Mehrere tausende Tier- und Pflanzenarten haben Forscher hier bisher nachgewiesen. Über 1.000 Arten stehen auf der Roten Liste, gelten also als gefährdet oder sind gar vom Aussterben bedroht. Prominentester Bewohner der strukturreichen Buchenwälder ist die Wildkatze, der „Kleine Eifeltiger“, von denen es 50 Exemplare im Schutzgebiet gibt. Mit rund 1.000 Rothirschen weist der Nationalpark eines der bedeutendsten Vorkommen in Europa auf. Auch Biber, Uhu und Flussperlmuschel sind hier beheimatet, ebenso der überaus seltene Schwarzstorch.

Aussichtspunkt "Hirschley"

Der beliebte Aussichtspunkt „Hirschley“ im Kermeter ist für alle Gäste des Nationalparks auf eigene Faust zugänglich. Denn das Wanderwegenetz im jüngst eingerichteten Natur-Erlebnisraum „Wilder Kermeter“ ist ausgehend vom Parkplatz Kermeter durchweg barrierefrei. Eine kurze Serpentine mit geringer Steigung führt zum Aussichtspunkt, an dem ein ertastbares Bronze-Modell der Nationalpark- und Talsperrenlandschaft aufgestellt ist.

Um allen Menschen eine selbstständige Orientierung zu ermöglichen, ist das Wanderwegenetz mit einem barrierefreien Leit- und Informationssystem versehen. Weiterhin stehen genügend Sitzgelegenheiten, ein Wetterschutzdach, barrierefreie Sanitäranlagen und eine barrierefreie Bushaltestelle zur Verfügung. Schiffsrundfahrten sind eine sehr gefragte Variante, um vom Wasser des Rursees aus erste Eindrücke von der zukünftigen Nationalpark-Wildnis zu gewinnen. Ein Ranger begleitet die Schiffstour jeden ersten und dritten Montag in den Monaten April bis Oktober. Insgesamt bieten die Ranger im Nationalpark Eifel während des gesamten Jahres wöchentlich acht unterschiedliche geführte Touren an, kostenfrei und ohne Anmeldung.

Wandern duch spektakuläre Naturlandschaften

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit reichen die Wurzeln der malerischen Eifelstädte. Von Mayen im Osten bis Prüm im Westen, von Monschau im Norden bis Trier im Süden laden historische Altstädte zum Betrachten und Verweilen. Mittelalterliches Fachwerk, römische Mauern, kühne Burgen und prunkvolle Schlösser sind sehenswerte Wanderziele. Dazwischen: Spektakuläre Naturlandschaften wie die kargen Hochmoorflächen des Hohen Venn, die Vulkaneifel mit ihren Maarseen, das fruchtbare Bitburger Gutland, und der Urwald im Nationalpark Eifel. Einmal „Eifel komplett“ gibt es seit 2008 auf dem neuen Weitwanderweg Eifelsteig. Hier sind die Höhepunkte der Eifel zwischen Aachen und Trier vereint. Die naturverbundene Philosophie des Weges beschert Wanderern schmale Pfade auf weichem Untergrund und zahlreiche Naturschönheiten am Weg.