Jakobsweg Nürnberg - Eichstätt Etappe 2 west

Jakobsweg Nürnberg - Eichstätt

Auf dem Jakobsweg Richtung Westen von Furth nach Hilpoltstein

Die aktuelle Tagesetappe liefert den Wanderern die Möglichkeit, sich für die Ost- oder Westroute nach Hilpoltstein zu entscheiden. Beide Routen sind etwa 20 Kilometer lang und führen durch die malerische Landschaft des mittelfränkischen Landkreises Roth. Wer sich für die Westroute entscheidet, ist heute hier richtig.

Die Westroute, ein zauberhafter Gang entlang des Jakobsweges

Ausgehend vom idyllischen Köhlerort Furth richtet man sich gen Süden, um zunächst Brunnau zu erreichen, eine sog. Gemarkung, die zu Allersberg gehört und ebenfalls Teil des großartigen Naturparks Altmühltal ist. So präsentieren sich hier weitläufige Wiesen- und Waldflächen, malerische Dorfhäuser und Gehöfte. Ein ganz besonderes Ausflugsziel liegt weitere zwei Kilometer südlich von Brunnau: der Teufelsknopf und die Überreste der ehemaligen Burg Wartstein. Um diese fast 400 Meter hohe Anhöhe ranken sich zahlreiche Geschichten und Mythen. Heute lädt sie zum Rasten und Verweilen ein, bevor man den Weg zum Rothsee fortsetzt.

Im Zeichen der Muschel zum Rothsee und weiter nach Hilpoltstein

Der Rothsee ist das zentrale Erholungsrefugium zwischen Allersberg, Hilpoltstein und Roth. 210 Hektar laden zum schwimmen, segeln und surfen ein. Wander- und Radwege führen am See entlang und bieten idyllische Ausblicke. Zwei Dämme regulieren die Wasserhöhe; interessante Einblicke in die Schleusenvorgänge von Main-Donau-Kanal und Rothsee bietet die Aussichtsplattform an der Schleuse Eckersmühlen. Von hier sind es noch etwa 5 Kilometer auf dem Jakobsweg nach Hilpoltstein, der historischen Burgstadt südlich des Sees. Der Weg führt vorbei an Wiesen und Feldern, kleinen und großen Gehöften und durch schattenspendende Waldabschnitte. Hilpoltstein erwartet die Wanderer mit mittelalterlichem Flair; schließlich reichen die Anfänge bis ins 10. Jahrhundert zurück. Heute ist Hilpoltstein eine Stadt mit mehr als 13.000 Bewohnern und einer Fläche von über 90km². Wer sich für historische Bauwerke interessiert, sollte zunächst von der Burgruine aus den Ausblick auf den Ort genießen. Dieser schmückt sich mit seinem mittelalterlichen Zentrum und präsentiert alte, teilweise mit Fachwerk ausgestattete Bürgerhäuser sowie das aus dem Jahr 1417 stammende Rathaus und die Stadtkirche von 1473.  Sehenswert im Adelsviertel sind das Jahrsdorfer Haus (1523) und die eindrucksvolle Residenz (1618-1624), in der sich heute das Kulturzentrum und die Stadtbibliothek befinden.

 

Karte, Streckeninfos, Höhenprofil


  Länge: 18.5 km Bergauf: 178 m Höchster Punkt: 398 m
  Höhenmeter: 50 m Bergab: 146 m Tiefster Punkt: 348 m