Fernwanderwege Sachsen-Anhalt

Fernwanderwege Sachsen-Anhalt

Fernwanderwege in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt treffen Wanderlustige auf eine atemberaubende Landschaft, die vor allem durch die Flüsse Havel, Elbe, Elster und Saale geprägt ist. Dabei reicht die natürliche Vielfalt von der wunderschönen flachen Heide im nördlichen Teil bis hin zur gebirgigen Landschaft des traumhaften Harz. Im südlichen Teil des Bundeslandes liegt das sagenumwobene Mittelgebirge. Gerade der Harz mit seiner höchsten Erhebung, nämlich dem Berg Brocken, lädt zum Wandern ein. Attraktive und gut ausgebaute Fernwanderwege finden sich aber auch in anderen Regionen von Sachsen-Anhalt. So ist das Bundesland nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell und historisch interessant, da die Region im Mittelalter eine hohe wirtschaftliche Bedeutung hatte. Dies beweisen die zahlreichen Bauwerke im gotischen und romanischen Baustil. Nirgendwo sonst in Deutschland liegen so viele Weltkulturerbstätten beieinander, wie in diesem Bundesland. Städte, wie zum Beispiel Eisleben oder Wittenberg, in denen auch Martin Luther gewirkt hat, eigenen sich besonders für Städtetouren.

Wandern durch den Harz

Ein ganz besonderer Fernwanderweg ist der Harzer-Hexen-Stieg, der entlang der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verläuft. Er führt durch sagenumwobene und windzerfurchte Wälder und beeindruckende Gebirgszüge. Dabei wirkt die Landschaft mit ihren Tälern, Wäldern, Hochmooren, Bächen und Felsschluchten oft geheimnisvoll und auch mystisch. Alte Eselspfade dienen dabei oftmals als Wanderweg. Damals wurden auf diesen Wanderwegen wertvolle Rohstoffe, wie Erz und Silber ins Tal gebracht. Aufgrund der vielen Hexenlegenden erhielt der Harzer Hexenstieg seinen Namen. Jeden ersten Mai eines Jahres wird diese alte Tradition im gesamten Harz gefeiert. Dabei ist der Hexentanz auf dem Blocksberg am Brocken besonders bekannt.

Der Brocken

Die Wanderung beginnt in Osterode und zunächst geht es den bergigen Oberharz hinauf. Hier können Wanderer bereits die ersten Spuren sehen, die der Bergbau hinterlassen hat. Durch den Nationalpark Harz gelangt man auf den höchsten norddeutschen Berg. Wer diesen Aufstieg geschafft hat, wird direkt mit einer spektakulären Aussicht belohnt. Eine Eisenbahnnostalgie kann man bei einer Fahrt mit dem Dampfzug erleben. Zudem ist dies auch eine willkommene Abwechslung, wenn die Beine schwer werden. Als Alternative zu dem anspruchsvollen Wandern kann man sich auch für ein gemütliches Wandern mit wenigen Höhenunterschieden entscheiden. So existiert auch ein Fernwanderweg um den Brocken herum. Hier durchquert man das Odertal und kommt an der Talsperre Oderteich vorbei. Diese Variante ist zwar länger, jedoch wesentlich entspannter. Der nächste Höhepunkt der Wanderung ist die Staumauer Rappbode. Sie ist die größte Trinkwassertalsperre deutschlandweit. Die Wanderwege laufen dann bei Altenbrak wieder zusammen. Zum Schluss führt der Fernwanderweg durch das interessante Bodetal. Es ist das tiefste Felsental in Norddeutschland und gibt dem Wanderer eine beeindruckende Sicht auf senkrechte Granitfelsen. Aus diesem Grund trägt diese Sehenswürdigkeit auch den Namen Grand Canyon des Harzes. Der Wanderweg endet dann in Thale.

Wanderer begeben sich in Sachsen-Anhalt auf die Spuren von Hexen und anderen Mythen.