Wandern in Belgien

Wandern in Belgien

Erlebnisreiche Wanderwege in den Ardennen

Bei einem Wanderurlaub in den belgischen Ardennen genießen Sie pures Wandervergnügen. Hier können Sie einsame Wanderungen durch tiefe Wälder unternehmen, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Hier können Sie steile Felsenpfade zu atemberaubenden Aussichtsfelsen erklimmen, wilde Schluchten durchqueren, durch mystische Moore streifen, an rauschenden Flüssen entlangwandern, dabei Burgen, Schlösser oder Klosterruinen bewundern und Trappistenbiere, Ardenner Schinken, handgemachte Pralinen und würzige Käsesorten, Wildspezialitäten und köstliche Fritten genießen.

Region Hohes Venn und Spa

Das Hohe Venn, Teil des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel und mit über 4.000 ha das größte Hochmoor Europas, liegt direkt vor der Haustür. Wanderer können auf zahlreichen markierten Wegen die herbe Schönheit dieser Landschaft und ihre einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entdecken, einige Bereiche sind jedoch aus Naturschutzgründen nicht zugänglich. Weitere beliebte Ausgangspunkte für Wanderungen sind die Baraque Michel, Mont Rigi und das Signal de Botrange, der höchste Punkt Belgiens. Die Naturparkzentren Botrange und Ternell bieten auch geführte Touren an und ermöglichen so spannende Einblicke in diese einmalige, schützenswerte Landschaft. Die traditionsreiche Kurstadt Spa ist ein perfekter Ausgangspunkt für einen Wanderurlaub mit Wellnessfaktor. In den umliegenden Hügeln sprudeln zahlreiche Mineral- und Heilwasserquellen. In dem Ardennenstädtchen wurden 2004 die „Thermes de Spa“ mit 10.000 qm Thermalbadelandschaft und Liegeterrasse mit Fernblick eröffnet. Dazu gibt es und nette Cafés und gute Restaurants, die zum Verweilen einladen.

Wanderregion Durbuy und La Roche-en-Ardenne

Mehr als 1000 km markierte Wanderwege erschließen diese beeindruckenden Ardennenlandschaften. An einigen Stellen fließen die Flüsse Ourthe, Aisne, Lesse und Semois durch tiefe Schluchten. Da thronen stolze Burgen auf ihren Bergrücken, liegen Dörfer mit alten Bruchsteinhäusern in der Sonne und warten urige Gasthöfe auf hungrige Wanderer. Der Waldreichtum der Region sorgt für reichlich Wild auf den Speisekarten, die regionale Küche wird ergänzt durch süffige Biere der lokalen Brauereien und die Gastfreundschaft der Menschen. So wird jeder Aufenthalt zum Genuss – im kulinarischen wie im landschaftlichen Sinn.

Sehenswert ist das hübsche Städtchen Durbuy mit seinen romantischen Gassen und mittelalterlichem Flair. Für die Einkehr gibt es zahlreiche hübsche Cafés, Terrassen und hervorragende Restaurants. Etwa 20 km die Ourthe aufwärts thront die Burg von La Roche, von ihrem Felsen aus über La Roche-en-Ardenne. Hier vermischen sich Geographie und Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Die Ruine ist zugleich Ausgangspunkt für die Besteigung des höchsten Ardennengipfels „Baraque de Fraiture“ (652 m). Ein neues Wanderhighlight der Region ist der 104 km lange Escapardenne Eisleck-Trail der La Roche-en-Ardenne mit dem luxemburgischen Kautenbach verbindet.

Region Bouillon und südliche Ardennen

Den Flusswindungen der Semois folgend, kann man zwischen Arlon, Florenville, Bouillon und Vresse-sur-Semois die unterschiedlichsten Naturlandschaften erwandern oder per Rad und Boot entdecken. In ihrem Lauf hat sich die Semois bis zu ihrer Mündung in die Maas immer tiefer in den Felsen gegraben. Die tiefen Wälder der südlichen Ardennen reichen zu beiden Seiten bis an den Fluss, immer wieder ragen steile Schieferfelsen empor und verleihen dem Gewässer einen wilden und ursprünglichen Charakter. Wer Geduld und etwas Glück mitbringt, kann wunderbare Tierbeobachtungen machen. Kulturfreunde kommen in den historischen Orten auf ihre Kosten, immer wieder ragt eine Burg über dem Fluss auf, und manches Herrenhaus beherbergt ein Restaurant, Café, Hotel oder B&B. Perfekte Bedingungen also für einen genussvollen und aktiven Kurztrip! Das mittelalterliche Städtchen Bouillon ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderer. Geschichtsträchtig ist die gleichnamige Festung aus dem 8. Jahrhundert. Sie gilt als das älteste und größte Relikt des Feudalsystems in Belgien, von hier aus zog Gottfried von Boullion 1096 als Anführer des ersten Kreuzzuges ins gesegnete Land.

Region Maastal und Belgiens Westen

In der Provinz Namur im Süden Belgiens beschreibt die Maas einen ihrer schönsten Flussabschnitte mit bizarr abfallenden Felshängen, malerischen Ortschaften, Schlössern, Abteien und enormen Ausblicken. Sie schlängelt sich vorbei an Herrenhäusern und durch einsame Parklandschaften. Rechts und links der Ufer warten zahlreiche Wanderwege auf Entdeckung, z.B. im stillen Tal der Molignée, wo sich gleich fünf Klöster und die mystisch anziehende Burgruine von Montaigle verbergen, oder rund um die famosen Wassergärten von „Château d’Annevoie“.

In der jungen Provinz Wallonisch Brabant versteckt sich zugleich eine der ältesten Kulturlandschaften Europas. Romanisch ist die Stiftskirche von Nivelles, gotisch die Abteiruine von Villers. Ein Fokus der europäischen Geschichte bleibt das Schlachtfeld von Waterloo. Für Wanderer, die hier unterwegs sind, bedeutet das, dass fast jeder Rundweg neben herrlichen Wäldern und Parklandschaften auch kulturelle Wanderziele bietet. Weiter westlich liegt der Hennegau – eine in Deutschland wenig bekannte Region, die eine beeindruckende Vielfalt aus Naturschönheit, Industriegeschichte und architektonischen Schätzen zeigt. Neben den vielfältigen Wanderwegen begeistert uns die Bootsfahrt über den „Canal du Centre“ und die Passage der vier historischen Schiffshebewerke, die ebenso zum UNESCO Weltkulturerbe zählen wie der barocke Belfried in Mons, das 2015 Kulturhauptstadt Europas wird. Ein Grund mehr, den nächsten Wanderurlaub wieder hier zu verbringen!