Oberallgäuer-Rundwanderweg

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Fernwanderweg im Allgäu

Der Oberallgäuer-Rundwanderweg lädt dazu ein, auf mehr als 200 Kilometern in elf Etappen das Oberallgäu in all seinen Facetten kennenzulernen. Die Strecke beginnt und endet in Altusried und führt zu Anfang und am Ende durch das hügelige Voralpenland, entlang sprudelnder Bäche, durch Felder, Wiesen und Wäldchen. Im mittleren Streckenteil dagegen kann es durchaus hoch hinausgehen. Für anstrengende Abschnitte, Gratwanderungen und steile Anstiege wird man aber immer durch die wundervollen Ausblicke auf nahe und ferne Alpengipfel, klare Bergseen, idyllische Täler und das ausgedehnte Voralpenland belohnt. Überall findet man Gasthöfe und Alpen zum Einkehren.Unterwegs hat man die Gelegenheit, den Blick auf viele interessante geologische Besonderheiten zu werfen. In Tobeln kann man die Gesteinsschichten erkennen, der abtauende Illergletscher ließ Findlinge zurück.

Wunderschöne Alpengipfel

Wasserfälle, Schluchten und interessante Felsformationen runden das Bild ab - von wunderschönen Alpengipfeln einmal ganz abgesehen. Aber auch die Kultur muss auf einer Wandertour nicht zu kurz kommen. In fast allen Orten laden Kirchen, Kapellen und Museen zu einem Besuch ein. Auf der Strecke begegnet der Wanderer einigen Burgruinen. Und sind abends die Knochen müde, bietet sich oft die Gelegenheit, in einer Therme zu entspannen. Die Städtchen und Gemeinden bezaubern den Wanderer durch ihren alpinen Charakter und die ursprünglichen, oft schön bemalten Häuser. Der Wanderweg führt durch viele kleinere Orte, aber auch durch bekannte Bäder wie Oberstaufen, Hindelang oder Oberstdorf. Riezlern im Kleinwalsertal lockt den Reisenden mit einer Besonderheit: Dort kann man im Kasino einige Euros riskieren.

Das blaue Allgäu

Gerade im Frühling und Sommer wird das sich dem Wanderer bietende Bild dem Klischee vom „grünen Allgäu“ vollkommen gerecht. Saftige Alpen (bitte nicht Almen, das hören die Allgäuer nicht gerne) mit grasenden Kühen, so stellen sich die meisten Besucher das Allgäu vor. Das war jedoch nicht immer so – früher hieß es „das blaue Allgäu“. Blühender Flachs färbte Hänge und Täler blau. Dann wurde der Flachsanbau unrentabel, die Bauern litten Not. Der Missener Carl Hirnbein leitete den Umbau zu Milch- und Alpwirtschaft ein und formte damit das Allgäu, das wir heute kennen: zahlreiche einsam gelegene Alpen inmitten nahrreicher Bergwiesen, damit verbunden natürlich viele Kühe und in der Folge schmackhafter Bergkäse. In Missen erinnert ein Museum an Hirnbein und sein Lebenswerk.

Gute Ausrüstung

Selbstverständlich ist es nicht erforderlich, alle 11 Etappen hintereinander abzuwandern. Jeder Streckenabschnitt ist auch für sich alleine lohnenswert und kann ebenso gut in umgekehrter Richtung begangen werden. Immer ist gutes Schuhwerk anzuraten, auf den Etappen 4 – 8, bei denen es hoch in die Berge geht, sind knöchelhohe Wanderschuhe unbedingt vonnöten. Auch Regenschutz und gutes Kartenmaterial sollten nicht im Rucksack fehlen, ebenso wie eine ausreichende Menge an Getränken. Gerade auf den Bergstrecken ist die nächste Möglichkeit zur Einkehr oft weit entfernt. Auf dem 5. Abschnitt, der hinüber ins österreichische Kleinwalsertal führt, sollte man die Papiere nicht vergessen.

Wegemanagement, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks

Der Oberallgäuer Rundwanderweg ist in 11 (Tages)Etappen eingeteilt, kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Alle Etappen mit Wegbeschreibung, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks in den Formaten ovl (TOP50), gpx (Garmin) und kml (Google Earth) zum kostenlosen downloaden. Viel Spass beim wandern auf dem Oberallgäuer Rundwanderweg.

 

Wanderkarte