Maximiliansweg

Maximiliansweg

Der Maximiliansweg – ein königliches Wandererlebnis

Der Maximiliansweg ist der König unter den Berg- und Fernwanderwegen durch die deutschen Alpen. Er führt von West nach Ost genau auf der Naht zwischen Bayern und Österreich entlang. Die rund 360 km zwischen Lindau am Bodensee und Berchtesgaden wurden das erste Mal im Jahre 1858 von niemand Geringeren als dem bayerischen König Maximilian II. zurückgelegt. Wo er jedoch selten auf Kutsche und Pferd verzichten musste, bleiben dem Wanderer heute nur Schusters Rappen. Aber was heißt hier nur?

Der Weg ist das Ziel

Denn auf diese Weise kommt der Wanderer ganz und gar in den Genuss, den die bayerischen Berge zu bieten haben: zwanzig Etappen voller atemberaubender Gratwanderungen, abenteuerlicher Gipfelüberquerungen und saftiger Talwiesen im Schatten wuchtiger Bergflanken. Der Maximiliansweg führt den ausdauernden Wanderer überwiegend durch Deutschland. Allein zu Beginn wird die Grenze nach Österreich passiert. Dass der Maximiliansweg nicht zuletzt auch eine anspruchsvolle Bergtour ist, beweist allein schon die Nennung weniger Wegmarken. Die Allgäuer, die Ammergauer und die Chiemgauer Alpen seien hier nur stellvertretend erwähnt. Gipfeljäger werden an Hochgrat, Rindalphorn und Zugspitze ihre wahre Freude haben. Der höchste Punkt des Wanderweges liegt wohlgemerkt bei über 2.000 m auf der Ammergauer Hochplatte.

Sehen und Staunen

Wem die reichen Schätze der Natur noch nicht genug sind, dem bietet der Maximiliansweg zusätzlich einige architektonische Sehenswürdigkeiten erster Güte. Nicht weniger als drei Schlösser säumen den Weg: Schloss Neuschwanstein, das weltberühmte Märchenschloss von Ludwig II., das trutzige Hohenschwangau und nicht zuletzt das überaus verspielte Schloss Linderhof. Darüber hinaus sind Sonthofen, Oberammergau, Lenggries, Brannenburg, Aschau im Chiemgau, Ruhpolding, Inzell und Bad Reichenhall nur einige der reizvollen Ortschaften am Wegesrand.

Über Stock und Stein

Der Maximiliansweg schenkt seine Wunder jedoch nicht ganz ohne Gegenleistung her. Er setzt eine gewisse Trittsicherheit und Erfahrung, Ausdauer und Ausrüstung voraus. Das richtige Schuhwerk und wetterfeste Kleidung dürfen auch im Sommer nicht fehlen. Wanderstöcke und Wanderkarte - oder sogar ein Wanderführer - sind nie verkehrt. Obwohl die Route mit Rastplätzen und Berghütten gesäumt ist, sollte sich immer ausreichend Proviant im Gepäck befinden. Die Wege sind nur selten geschottert oder asphaltiert. Das ursprüngliche Profil und die natürliche Beschaffenheit des Untergrunds sind Genuss und Gefahr zugleich. Daher ist die Route in der Wintersaison gesperrt und für Kinder grundsätzlich ungeeignet. Hier herrscht die reine Natur. Durch den steten Wechsel von Steigung und Gefälle müssen je nach Route rund 20.000 Höhenmeter bewältigt werden. Die Tal- und Höhenwege durch die voralpine Gebirgslandschaft sind farblich markiert und machen ein Verirren so gut wie unmöglich. Zur Abwechslung werden Bodensee und Tegernsee übrigens mit der Fähre bezwungen.

Für all jene, die weniger Zeit oder weniger Schweiß investieren wollen oder können, stehen zwei alternative Routen zur Auswahl. Diese unterscheiden sich vor allem im Schwierigkeitsgrad und in der Kilometerzahl. Darüber hinaus laden maßgeschneiderte Angebote für Wanderungen ohne Gepäck und verschiedene Tagestouren zum individuellen Wanderurlaub ein. Wandern und wandeln Sie auf den Spuren Maximilians II. und erleben Sie die majestätische Schönheit der bayerischen Berge.

Wegemanagement, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks

Der Maximiliansweg ist in 22 (Tages)Etappen eingeteilt, kann aber auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich, ebenso die Laufrichtung. Alle Etappen mit Wegbeschreibung, Streckenverlauf, Höhenprofil und GPS-Tracks in den Formaten *.ovl (TOP50), *.gpx (Garmin) und *.kml (Google Earth) zum kostenlosen download. Viel Spaß beim Wandern auf dem Maximiliansweg.

 

Wanderkarte