geschrieben von: Helge Lägler
in MyBlog am Nov 22, 2010
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„Urlaub in der Natur“ heißt die neue Broschüre mit attraktiven Angeboten aus den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. Zur neuen Reisesaison bieten die deutschen Nationalparks und Biosphärenreservate erstmals bislang nicht gekannte Erlebnisangebote an.
Gemeinsam mit den Nationalen Naturlandschaften haben Tourismusexperten Pauschalen und Bausteine erstellt, die abgestimmt sind auf die landschaftlichen Besonderheiten. Ungewöhnliche Aufenthalte mit Erlebnischarakter können bundesweit zwischen Wattenmeer und Bayerischem Wald, Eifel und Sächsischer Schweiz gebucht werden.
Ausgangspunkt sind die einmaligen Naturlandschaften in Deutschland und die zunehmende Nachfrage nach Natururlaub. 61 Prozent der Deutschen machen die Wahl ihres Urlaubsziels maßgeblich von Natur und Landschaft abhängig. Gründe, der Natur auf die Spur zu kommen, gibt es genug: urige Buchenwälder, bizarre Schluchten, weitläufige Flußauen und romantische Täler sowie seltene Tiere und Pflanzen. Rangertouren, der Besuch eines Nationalparkzentrums oder geführte Wanderungen garantieren dem Gast völlig neue Erlebnisse abseits des Bekannten.
Die Angebote werden offeriert von den „Partnern der Nationalen Naturlandschaften“. Hinter diesem Qualitätssiegel stehen touristische Dienstleister, die nachhaltiges Wirtschaften und den sensiblen Umgang mit der Natur in der Region befördern und daher die ersten Ansprechpartner für gelungene Urlaubstage sind.
Die Angebote, von der Tourismus Marketing Sachsen-Anhalt GmbH im Auftrag von
EUROPARC Deutschland erstellt, sind neben der Broschüre auch im Internet buchbar unter: www.nationale-naturlandschaften.de/ urlaub-freizeit. Die Broschüre kann dort, aber auch telefonisch (0391/562 838 20) und via Email (info@tm-sachsen-anhalt.de) bestellt werden oder hier als E-Broschüre.
Die Nationalen Naturlandschaften vereinen als Dachmarke alle deutschen Großschutzgebiete unter einem Namen. Ihr Ziel ist es, die 14 Nationalparks, 16 Biosphärenreservate und über 100 Naturparks durch den gemeinsamen Auftritt national zum Inbegriff für die Schönheit der Natur zu machen. Die Nationalen Naturlandschaften werden von der Dachorganisation der deutschen Großschutzgebiete EUROPARC Deutschland getragen sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) unterstützt.
geschrieben von: Helge Lägler
in MyBlog am Nov 03, 2010
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Die heilende Kraft des Wanderns und die sich daraus ergebenen wirtschaftspolitischen Chancen für eine Region standen im Mittelpunkt des 2. Bundesweiten Gesundheitskongresses in Saarbrücken. An zwei Tagen (28./29.10.2010) haben Experten im Saarbrücker VHS-Zentrum auf Einladung des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft beraten. Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann: „Die Nachfrage nach gesundheitsorientierten Angeboten und Prävention wird in Zukunft weiter wachsen. Das Saarland mit seinen Kurorten und spezialisierten Kliniken sowie dem dichten Netz an Premiumwanderwegen ist gut aufgestellt, um die Schnittstellen zwischen Tourismus und Gesundheit weiterzuentwickeln.“ Laut Professor Wessinghage (Ärztlicher Direktor der Medical Park AG, Bad Wiessee) legt der deutsche Durchschnittsbürger heute circa 400 – 700 Meter am Tag zu Fuß zurück, vor hundert Jahren waren es 20 Kilometer. Dieser Bewegungsmangel, gepaart mit falscher Ernährung, führt zu gesundheitlicher Beeinträchtigung. Das Wandern ist dagegen ein wichtiges Mittel, um gesundheitlicher Beeinträchtigung vorzubeugen. Die positiven Auswirkungen des Wanderns zeigen sich auch bei der Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes.
Auf dem Kongress stellte der Diabetesspezialist Dr. Hemmann (Deutscher Diabetiker Bund) eindrucksvoll seine Erfolge bei der Behandlung von Diabetes im Rahmen der Initiative „Wandern auf dem Westweg“ vor. 40 Millionen Deutsche gehen mehr oder weniger regelmäßig wandern, um das Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele zu verbessern. Das hat die gerade erschienene 1. Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern ergeben, die Ute Dicks vom Deutschen Wanderverband vorgestellt hat.
Die Referenten Erwin Schottler (Kastanienhof Dannenfels), Werner Klöckner (Gesundheitslandschaft Vulkaneifel) und Ronald Claassen (Vitalwanderwelt Teutoburger Wald) zeigten in ihren Vorträgen auf, wie die Themen Gesundheit(svorsorge) und Wandern auf einzelbetrieblicher wie regionaler Ebene im Tourismus miteinander verzahnt werden können. Die Touristikexperten sehen darin eine herausragende Möglichkeit, neue Gäste in die Region zu bringen. Immer mehr Wanderer haben Smartphones und spezielle Apps mit medizinischen Anwendungen im Gepäck. Dr. Keck (Geschäftsführer Keck Medical Concepts and Business Management GmbH) referierte darüber, welche Chancen und Risiken sich beim Einsatz dieser Geräte bieten.
In der abschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Professor Dr. Quack (Europäisches Tourismus Institut), sieht Birgit Grauvogel (Geschäftsführerin Tourismuszentrale Saarland) an der Schnittstelle zwischen Tourismus, Wirtschaft und Medizin noch großes Potenzial für die regionale Entwicklung im Saarland. Joachim Kiefaber, Staatssekretär im saarländischen Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Tourismus Zentrale Saarland, betonte in seinem Schlusswort, dass das Thema „Innovativer Gesundheitstourismus“ im Saarland auch weiterhin intensiv bearbeitet wird und er sich dafür einsetzen wird, dass sich die Akteure weiter vernetzen. Er bot an, dass sowohl Tourismus Zentrale als auch Ministerium als kompetente Ansprechpartner und Impulsgeber für das Thema auch weiterhin bundesweit zur Verfügung stehen. Auf dieser Basis können wir uns vorstellen, einen 3. Gesundheitskongress Wandern in 2 bis 3 Jahren durchzuführen.